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  • Wie du deinem Welpen beibringst, auf die Unterlage zu gehen

    Wie du deinem Welpen beibringst, auf die Unterlage zu gehen

    Das Training mit Welpenunterlagen gehört zu den ersten Alltagsgewohnheiten, die ein Welpe lernt. Entscheidend ist dabei die Konsequenz: Welpen lernen Schritt für Schritt durch Wiederholung und klare Abläufe.

    Wann Unterlagen sinnvoll sind

    Welpenunterlagen sind hilfreich:

    • in den ersten Lebensmonaten
    • nach Impfungen, wenn Spaziergänge eingeschränkt sind
    • nachts oder bei schlechtem Wetter
    • bei kleinen Hunderassen (z. B. Pomeranian, Yorkshire Terrier, Chihuahua)
    • während der Eingewöhnung im neuen Zuhause

    Auch wenn dein Hund später nur draußen sein Geschäft erledigen soll, können Unterlagen eine gute Übergangslösung sein.

    Was du wissen solltest

    Ein Welpe kann seine Blase noch nicht so kontrollieren wie ein erwachsener Hund. Missgeschicke am Anfang sind ganz normal und kein Zeichen von Ungehorsam.

    Typische Zeitpunkte, an denen ein Welpe muss:

    • nach dem Schlafen
    • nach dem Fressen oder Trinken
    • nach dem Spielen
    • morgens nach dem Aufwachen

    So baust du das Training auf

    1. Einen festen Platz wählen

    Lege die Unterlage an einen ruhigen, gut erreichbaren Ort. Verschiebe sie möglichst nicht – Konstanz hilft deinem Welpen, die Routine schneller zu verstehen.

    2. Den Bereich begrenzen

    In einer großen Wohnung fällt die Orientierung schwerer. Am Anfang hilft es, den Welpen auf einen Raum zu beschränken oder mehrere Unterlagen auszulegen.

    3. Zum richtigen Zeitpunkt hinführen

    Nach dem Schlafen, Fressen oder Spielen bringst du deinen Welpen zur Unterlage und wartest ein paar Minuten.

    4. Sofort belohnen

    Sobald dein Welpe die Unterlage benutzt, lobe ihn direkt und gib ein Leckerli.

    5. Regelmäßig wiederholen

    Je mehr erfolgreiche Wiederholungen, desto schneller entsteht die Gewohnheit.

    Wenn etwas daneben geht

    Schimpfe nicht und bestrafe deinen Welpen nicht im Nachhinein. Er wird das nicht mit seinem Verhalten verknüpfen und nicht verstehen, was falsch war.

    Was stattdessen hilft:

    • ruhig sauber machen
    • Gerüche mit einem geeigneten Reiniger entfernen
    • überlegen, was du verpasst hast
    • Routine und Beobachtung anpassen

    Praktische Tipps

    • Teppiche vorübergehend wegräumen
    • auf Signale achten: viele Welpen drehen sich im Kreis und schnüffeln, bevor sie sich lösen
    • ruhig und geduldig bleiben

    Wann du Ergebnisse erwarten kannst

    Manche Welpen lernen schnell, andere brauchen mehr Zeit. Das hängt von Alter, Alltag, Temperament und deiner Konsequenz ab. Fortschritte kommen meist nicht über Nacht, sondern Schritt für Schritt.

    Der beste Weg, deinem Welpen die Unterlage beizubringen, ist ein klarer Ablauf, ruhiges Training und konsequentes Belohnen. Geduld und Wiederholung wirken deutlich besser als Strafen.

  • Wie du die richtige Leine und das passende Geschirr für deinen Hund auswählst

    Wie du die richtige Leine und das passende Geschirr für deinen Hund auswählst

    Ein entspannter Spaziergang beginnt mit der richtigen Leine und dem passenden Geschirr. Sie bestimmen, wie bequem sich dein Hund fühlt, wie gut du ihn führen kannst und wie sicher ihr unterwegs seid. Ungeeignete Ausrüstung kann unangenehm sein, die Bewegung einschränken oder im falschen Moment versagen.

    Arten von Leinen

    Die passende Leine hängt von der Größe deines Hundes und der Art eurer Spaziergänge ab.

    1. Klassische Leine

    Eine einfache, zuverlässige Lösung für den Alltag. Für die meisten Hunde gut geeignet. In der Stadt ist eine Länge von etwa 1,2 bis 2 Metern meist ideal.

    Geeignet für: tägliche Spaziergänge, Training, Tierarztbesuche.

    2. Flexi- bzw. Rollleine

    Gibt dem Hund mehr Bewegungsfreiheit, bietet aber weniger Kontrolle und kann zu ruckartigen Bewegungen führen. Außerdem ist sie weniger langlebig, da der Mechanismus anfällig sein kann.

    Geeignet für: ruhige Hunde und sichere Umgebungen.

    3. Schleppleine

    In der Regel 3 bis 10 Meter lang. Gut geeignet für Training und Spaziergänge im Freien, wenn dein Hund mehr Bewegungsfreiheit haben soll, ohne frei zu laufen.

    Geeignet für: Training, Rückruftraining auf Distanz und Spaziergänge in offenen Bereichen, in denen der Hund mehr Freiheit braucht, ohne ganz ohne Leine zu sein.

    Materialien

    • Nylon — leicht, günstig, pflegeleicht
    • Leder — robust, langlebig, wird mit der Zeit weicher
    • Gurtband / Canvas — stabil, gut für größere Hunde
    • gummiert — rutschfester Griff, besonders bei Regen

    Was du vor dem Kauf prüfen solltest

    • der Karabiner lässt sich leicht öffnen und schließt sicher
    • die Nähte sind sauber und stabil
    • die Handschlaufe liegt gut in der Hand
    • das Gewicht der Leine passt zur Größe deines Hundes

    Halsband oder Geschirr?

    Eine pauschale Antwort gibt es nicht.

    Halsband und Leine sind die klassische Kombination und eignen sich gut für ruhige Hunde, die nicht ziehen und zuverlässig auf Kommandos reagieren.

    Zieht dein Hund stark, hustet bei Zug auf der Leine oder hat einen empfindlichen Hals, ist ein Geschirr meist die bessere Wahl, da es den Druck über den Körper verteilt.

    So wählst du ein Geschirr aus

    Ein Geschirr sollte gut sitzen, ohne zu drücken. Es darf die Bewegung nicht einschränken und nicht scheuern.

    Arten von Geschirren

    1. Y-Geschirr

    Die Gurte verlaufen über die Brust und zwischen den Vorderbeinen und lassen die Schultern frei. Dadurch wird der Hals nicht belastet und die natürliche Bewegung nicht eingeschränkt – ideal für aktive Spaziergänge.

    Worauf du achten solltest:

    • die richtige Einstellung ist wichtig, damit nichts unter den Achseln scheuert
    • ist das Geschirr zu locker, kann der Hund herausrutschen

    2. Geschirr in Westenform

    Eine weichere, breitere Variante, die oft für kleine Hunde gewählt wird. Das Material liegt flächiger am Körper an und verteilt den Druck gleichmäßiger.

    Worauf du achten solltest:

    • kann bei warmem Wetter stärker wärmen
    • darauf achten, dass es nicht scheuert oder feucht bleibt

    3. Anti-Zug-Geschirr

    Mit einer vorderen Befestigung an der Brust, die dabei hilft, das Ziehen zu reduzieren. So lässt sich der Hund sanft umlenken.

    Worauf du achten solltest:

    • ersetzt kein Training
    • kann verrutschen, wenn es nicht richtig sitzt
    • sollte die Bewegung der Vorderbeine nicht einschränken

    Die richtige Größe wählen

    Am besten misst du deinen Hund und vergleichst die Werte mit der Größentabelle der jeweiligen Marke.

    Was du messen solltest

    In der Regel brauchst du:

    • Brustumfang — die breiteste Stelle des Körpers, direkt hinter den Vorderbeinen
    • Halsumfang — an der Basis des Halses

    Zusätzlich können Rückenlänge und Gewicht hilfreich sein.

    Wie du weiter vorgehst

    Jede Marke hat ihre eigene Größentabelle. Du findest sie meist auf der Verpackung, in der Produktbeschreibung oder am Etikett.

    Größen werden oft als XS, S, M, L, XL oder in Zentimetern angegeben.

    Wichtig: Eine Größe M kann je nach Marke unterschiedlich ausfallen. Verlass dich nicht nur auf den Buchstaben.

    Liegt dein Hund zwischen zwei Größen, wähle in der Regel die größere, wenn das Modell verstellbar ist.

    Beispiel: Hat dein Hund einen Brustumfang von 52 cm und die Tabelle zeigt:

    • S — 40–50 cm
    • M — 50–60 cm

    Dann nimm M, wenn sich das Geschirr anpassen lässt.

    Sitz nach dem Kauf prüfen

    Wenn dein Hund das Geschirr trägt, achte darauf, dass es:

    • nicht locker sitzt
    • nicht einschneidet
    • nicht unter den Vorderbeinen scheuert
    • die Bewegung nicht einschränkt

    Als Orientierung: Zwischen Gurt und Körper sollten zwei Finger passen.

    Häufige Fehler

    • Kauf ohne vorheriges Messen
    • eine zu dünne Leine für große Hunde oder zu schwere Beschläge für kleine
    • ein Geschirr, das unter den Beinen scheuert
    • ein zu lockeres Modell, aus dem sich der Hund befreien kann

    Die richtige Ausrüstung ist die, in der sich dein Hund wohlfühlt und mit der du dich beim Spaziergang sicher und entspannt fühlst.

  • Hundekleidung: wie du die richtige auswählst

    Hundekleidung: wie du die richtige auswählst

    Hundekleidung ist nicht für jeden Hund und nicht bei jedem Wetter nötig. Für manche Hunde macht sie Spaziergänge deutlich angenehmer, für andere ist sie überflüssig. Entscheidend ist, dass sie zum Wetter passt und für den Hund bequem ist.

    Wann Kleidung wirklich sinnvoll ist

    Kleidung ist vor allem hilfreich für:

    • kleine Hunde
    • kurzhaarige Rassen
    • Hunde ohne Unterwolle
    • ältere Hunde
    • Welpen
    • Hunde nach dem Scheren
    • Regen, Schnee, starken Wind oder Kälte

    Zum Beispiel brauchen Rassen wie Chihuahua, Italienisches Windspiel, Chinesischer Schopfhund, Toy Terrier oder Zwergpinscher oft zusätzlichen Schutz.

    Wann du darauf verzichten kannst

    Viele Hunde mit dichtem Fell und kräftiger Unterwolle (zum Beispiel Huskys, Malamutes, Samojeden oder Neufundländer) kommen bei mildem Wetter gut ohne zusätzliche Kleidung aus. Trotzdem kann auch bei ihnen ein Regenmantel oder Schutz vor Schmutz sinnvoll sein.

    Wie du Hundekleidung auswählst

    1. Nach der Jahreszeit

    • verregneter Herbst — leichter Regenmantel oder wasserdichte Decke
    • Winter — warme Modelle mit Schutz vor Wind und Nässe
    • Frühling — leichtere Kleidung gegen Feuchtigkeit und Wind

    2. Nach der Passform

    Gute Kleidung:

    • scheuert nicht
    • schränkt die Bewegung nicht ein
    • verdreht sich nicht
    • drückt nicht an Hals, Brust oder Achseln
    • lässt den Hund problemlos sein Geschäft machen

    Wenn sich dein Hund steif bewegt, stehen bleibt oder ständig versucht, das Kleidungsstück auszuziehen, passt es nicht richtig.

    3. Nach dem Material

    Achte auf:

    • ein Außenmaterial, das zum Wetter passt
    • ein weiches Innenfutter
    • stabile Nähte
    • leicht zu bedienende Verschlüsse
    • gute Waschbarkeit

    Wie du Maß nimmst

    In der Regel brauchst du drei Werte:

    • Rückenlänge (vom Widerrist bis zum Rutenansatz)
    • Brustumfang (die breiteste Stelle)
    • Halsumfang

    Vergleiche die Maße immer mit der Größentabelle des Herstellers, da die Größen je nach Marke unterschiedlich ausfallen können.

    So gewöhnst du deinen Hund an Kleidung

    Wenn dein Hund noch nie Kleidung getragen hat, geh Schritt für Schritt vor:

    • lass ihn das Kleidungsstück zuerst beschnuppern
    • zieh es ihm kurz zu Hause an
    • lobe und belohne ihn
    • erhöhe die Tragezeit langsam

    Häufige Fehler

    • Größe nach Gefühl wählen statt zu messen
    • zu schwere oder steife Materialien auswählen
    • den Hund überhitzen
    • nasse Kleidung nach dem Spaziergang nicht wechseln

    Kleidung ist nur dann sinnvoll, wenn sie deinem Hund wirklich Komfort bietet und ihn vor dem Wetter schützt. Sitzt sie gut, schränkt sie die Bewegung nicht ein und passt zur Jahreszeit, erfüllt sie ihren Zweck.

  • Grundausstattung für die Hundepflege

    Grundausstattung für die Hundepflege

    Grundausstattung für die Hundepflege

    Die Pflege eines Hundes beschränkt sich nicht nur auf Futter und Spaziergänge. Für den täglichen Komfort ist es hilfreich, zu Hause ein grundlegendes Set für Hygiene und Fellpflege zu haben.

    Du musst nicht alles auf einmal kaufen oder direkt zur umfangreichsten Ausstattung greifen. Es ist sinnvoller, mit einem praktischen Basisset zu starten und bei Bedarf zu ergänzen.

    Liste für die Hundepflege

    1. Fellpflege

    Wichtig: unterschiedliche Felltypen brauchen unterschiedliche Werkzeuge.

    Für kurzhaarige Rassen(z. B. Labrador, Beagle, Mops, Dobermann):

    • Grooming-Handschuh
    • feinzinkiger Kamm
    • Bürste für kurzes Fell
    • Unterwollbürste / Deshedding-Tool (für einige Felltypen)

    Für mittelhaarige Rassen(z. B. Husky oder Corgi):

    • Grooming-Handschuh
    • Kamm mit unterschiedlich langen Zinken
    • Deshedding-Tool
    • Zupfbürste (Slicker)
    • Entfilzungstool (bei Bedarf)

    Für langhaarige Rassen(z. B. Shih Tzu, Collie, Malteser und andere) wird ein umfangreicheres Set benötigt:

    • Grooming-Handschuh
    • grobzinkiger Kamm
    • feinzinkiger Kamm
    • Deshedding-Tool
    • Zupfbürste
    • Entfilzungstool
    • Schere

    Bei rauhaarigen Rassen gibt es keine Unterwolle, daher werden Deshedding-Tools und Zupfbürsten nicht verwendet. Eine passende Bürste und ein Trimmkamm sind in der Regel ausreichend.

    2. Baden und Hygiene

    • Hundeshampoo
    • ein separates Handtuch
    • Tücher oder weiche Lappen zum Reinigen der Pfoten
    • bei Bedarf Conditioner für das Fell

    Shampoos für Menschen sind für Hundehaut nicht geeignet.

    3. Pfoten und Krallen

    • Krallenschere in passender Größe
    • Krallenfeile (optional)
    • Balsam oder Schutzmittel für die Ballen

    Häufige Fehler

    • Produkte zufällig auswählen, ohne die Größe des Hundes zu berücksichtigen
    • Produkte für Menschen statt für Hunde verwenden
    • billige, unpraktische Werkzeuge kaufen
    • zu viel kaufen statt mit dem Nötigsten zu beginnen
    • Verbrauchsmaterialien nicht rechtzeitig ersetzen

    Gute Pflege hängt nicht von der Menge der Produkte ab, sondern von der richtigen Auswahl. Ein einfaches, praktisches Set, das zu deinem Hund passt und regelmäßig genutzt wird, reicht völlig aus.