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  • Wie oft sollte man das Wasser im Katzennapf wechseln?

    Wie oft sollte man das Wasser im Katzennapf wechseln?

    Manchmal sieht das Wasser im Napf auch am nächsten Tag noch völlig in Ordnung aus: Es ist klar, riecht nicht und wurde von der Katze kaum angerührt. Trotzdem kann es für sie längst unattraktiv geworden sein. Katzen reagieren empfindlich auf Veränderungen bei Geruch, Temperatur und Geschmack. Schon kleine Abweichungen reichen aus, damit sie den Napf meiden.

    In diesem Artikel erfahren Sie, wie oft das Wasser gewechselt werden sollte und wie Wassernapf und Trinkbrunnen hygienisch sauber bleiben.

    Warum frisches Wasser für Katzen so wichtig ist

    Die Vorfahren unserer Hauskatzen lebten in trockenen Regionen und deckten einen großen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über ihre Beute. Diese Eigenart ist geblieben: Viele Katzen trinken von Natur aus eher wenig.

    Umso wichtiger ist es, das Wasser möglichst attraktiv zu halten. Wenn Sie es regelmäßig erneuern, helfen Sie Ihrer Katze dabei, ausreichend zu trinken.

    Nicht jede Katze trinkt gleich viel. Manche rühren ihren Napf tagsüber kaum an, andere leeren ihn fast vollständig. Auch die Ernährung, die Raumtemperatur und das Trinkgefäß spielen dabei eine Rolle.

    Die Grundregel: täglich frisches Wasser

    Am besten wechseln Sie das Wasser mindestens einmal täglich vollständig. Gießen Sie das alte Wasser weg, spülen Sie den Napf kurz aus und füllen Sie ihn anschließend neu.

    Warten Sie nicht bis zum nächsten Tag, wenn das Wasser vorher verschmutzt oder warm geworden ist. Befinden sich Futterreste, Haare oder anderer Schmutz im Napf oder sieht das Wasser ungewöhnlich aus, sollte es sofort ausgetauscht werden.

    Bei heißem Wetter lohnt es sich, den Napf mindestens morgens und abends zu kontrollieren. Das gilt besonders, wenn er an einem sonnigen Fenster, neben einer Heizung oder in einem warmen Raum steht.

    Wann das Wasser häufiger gewechselt werden sollte

    1. Nass- oder Trockenfutter

    Katzen, die Nassfutter bekommen, nehmen einen Teil der benötigten Flüssigkeit bereits über ihre Mahlzeiten auf. Deshalb gehen sie oft seltener zum Wassernapf.

    Bei Trockenfutter ist das anders: Das Trinkwasser wird zur wichtigsten Flüssigkeitsquelle und sollte jederzeit frisch und frei zugänglich sein.

    1. Heiße Tage

    Im Sommer wird das Wasser schnell warm, während Katzen bei hohen Temperaturen häufig mehr trinken. Steht der Napf in der Sonne oder in einem warmen Raum, sollten Sie ihn mehrmals am Tag kontrollieren.

    1. Wenn Ihre Katze einen Trinkbrunnen nutzt

    Viele Katzen trinken lieber aus einem Brunnen, weil bewegtes Wasser ihre Aufmerksamkeit weckt. Ein Trinkbrunnen bleibt jedoch nicht von selbst sauber. Das Wasser muss regelmäßig erneuert, der Brunnen auseinandergenommen und gründlich gereinigt werden. Im Inneren sammeln sich mit der Zeit Haare, Ablagerungen und Schmutz. Wechseln Sie außerdem den Filter in den vom Hersteller empfohlenen Abständen.

    Woran Sie erkennen, dass das Wasser nicht mehr frisch ist

    Entscheidend ist nicht nur, wie lange das Wasser bereits im Napf steht. Es sollte gewechselt werden, wenn:

    • sich ein Film auf der Oberfläche bildet
    • das Wasser trüb wird oder anders riecht
    • Futterreste oder Schmutz hineingelangt sind
    • die Innenwände des Napfes glitschig werden
    • die Katze am Wasser schnuppert und anschließend weggeht

    Fühlen sich der Napf oder einzelne Teile des Trinkbrunnens glitschig an, hat sich bereits ein Biofilm gebildet. Dabei handelt es sich um eine Schicht aus Bakterien und organischen Rückständen. In diesem Fall reicht es nicht, nur das Wasser auszutauschen: Der Napf oder Brunnen muss gründlich gereinigt werden.

    Wenn auch frisches Wasser Ihre Katze nicht zum Trinken bewegt, stellen Sie den Napf an einen anderen Ort oder probieren Sie ein anderes Modell aus. Manche Katzen stören sich am Standort, an der Form oder am Eigengeruch des Napfes.

    So reinigen Sie den Wassernapf richtig

    Waschen Sie den Napf täglich mit warmem Wasser und einem milden Spülmittel ohne starken Duft. Spülen Sie ihn anschließend mehrmals gründlich aus, damit keine Rückstände zurückbleiben.

    Gut geeignete Materialien sind:

    • Edelstahl
    • Keramik ohne Risse oder Abplatzungen
    • Glas

    Kunststoff verkratzt mit der Zeit und nimmt Gerüche an. Wenn Ihre Katze aus einem Kunststoffnapf trinkt, sollten Sie ihn regelmäßig auf Beschädigungen prüfen und bei Bedarf ersetzen.

    Viele Katzen trinken lieber aus einem breiten, flachen Napf, dessen Rand ihre Schnurrhaare nicht berührt. Stellen Sie ihn an einen ruhigen Ort und mit ausreichend Abstand zur Katzentoilette. Manche Katzen mögen ihr Wasser außerdem nicht direkt neben dem Futter.

    Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel darüber, wie Sie den passenden Napf für Ihre Katze auswählen.

    So reinigen Sie einen Trinkbrunnen

    Ein Trinkbrunnen hat mehr Einzelteile und schwer zugängliche Stellen, an denen sich Ablagerungen bilden. Deshalb reicht es nicht, nur das Wasser auszutauschen. Der Brunnen sollte regelmäßig auseinandergenommen und gereinigt werden.

    Achten Sie dabei darauf:

    • den Wasserbehälter und alle abnehmbaren Teile zu spülen
    • die Pumpe und schwer zugängliche Stellen zu reinigen
    • den Filter rechtzeitig zu wechseln
    • auf Ablagerungen und unangenehme Gerüche zu achten
    • die Pflegehinweise des Herstellers zu befolgen

    Wird der Wasserstrahl schwächer oder arbeitet der Brunnen plötzlich lauter, ist häufig die Pumpe verschmutzt oder der Wasserstand zu niedrig.

    Häufige Fragen

    Kann ich den Napf einfach auffüllen?

    Wenn im Laufe des Tages nur noch wenig Wasser vorhanden ist, können Sie selbstverständlich etwas nachfüllen. Das ersetzt jedoch nicht den täglichen vollständigen Wasserwechsel und die Reinigung des Napfes.

    Welches Wasser ist für Katzen am besten?

    Geeignet ist normales Trinkwasser, das auch für Menschen unbedenklich ist. Je nach Wasserqualität in Ihrer Region und den Vorlieben Ihrer Katze kommen Leitungswasser, gefiltertes Wasser oder stilles Flaschenwasser infrage.

    Mineralwasser und destilliertes Wasser sollten Sie nicht dauerhaft anbieten, sofern Ihr Tierarzt es nicht ausdrücklich empfiehlt.

    Muss das Wasser kalt sein?

    Die meisten Katzen trinken Wasser bei Zimmertemperatur oder leicht gekühlt. Eiskalt muss es nicht sein. Meist reicht es aus, den Napf an einem kühlen Ort aufzustellen.

    Warum trinkt meine Katze aus dem Wasserhahn, aber nicht aus dem Napf?

    Bewegtes Wasser wirkt auf viele Katzen frischer und interessanter. Ignoriert Ihre Katze den Napf, probieren Sie einen Trinkbrunnen, ein anderes Gefäß oder mehrere Wasserstellen in verschiedenen Räumen aus. Manchmal liegt es schlicht am Napf selbst oder an seinem Standort.

    Was tun, wenn meine Katze kaum trinkt?

    Katzen, die Nassfutter bekommen, gehen häufig seltener zum Wassernapf, weil sie bereits über das Futter Flüssigkeit aufnehmen. Frisst Ihre Katze Trockenfutter und trinkt trotzdem kaum, testen Sie unterschiedliche Näpfe, stellen Sie das Wasser nicht direkt neben das Futter oder bieten Sie einen Trinkbrunnen an.

    Kommen Mattigkeit, trockenes Zahnfleisch, selteneres Wasserlassen oder andere Veränderungen hinzu, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

    Warum trinkt meine Katze plötzlich deutlich mehr?

    Hitze, eine Futterumstellung oder mehr Bewegung erhöhen den Flüssigkeitsbedarf. Tritt der starke Durst jedoch plötzlich auf und hält er an, kann auch eine Erkrankung dahinterstecken. Trinkt und uriniert Ihre Katze deutlich häufiger als sonst, vereinbaren Sie einen Termin beim Tierarzt.

    Ein geeigneter Napf, ein ruhiger Standort und mehrere Wasserstellen in der Wohnung sind für das Trinkverhalten ebenso wichtig wie ein regelmäßiger Wasserwechsel. Beobachten Sie die Gewohnheiten Ihrer Katze: Sie zeigen am besten, welche Lösung für sie funktioniert.

  • Warum Katzen beißen

    Warum Katzen beißen

    Wenn Ihre Katze Ihnen in die Hand beißt, bedeutet das nicht automatisch, dass sie aggressiv oder schlecht erzogen ist. In den meisten Fällen ist ein Biss einfach eine Form der Kommunikation. Damit kann Ihre Katze zum Spielen auffordern, sich verteidigen, zeigen, dass ihr etwas unangenehm ist oder sogar auf gesundheitliche Probleme hinweisen. In diesem Artikel erfahren Sie, was Ihre Katze mit ihren Bissen ausdrücken möchte, wie Sie die Ursache dieses Verhaltens erkennen und was Sie tun können, damit sie weniger beißt.

    Gründe, warum Katzen beißen

    1. Spiel

    Kätzchen und junge Katzen beißen häufig beim Spielen. Dabei trainieren sie ihre natürlichen Jagdfähigkeiten: Sie schleichen sich an, fangen ihre Beute, halten sie mit den Pfoten fest und beißen zu. Werden dabei regelmäßig Hände oder Füße zum Spielzeug, lernt die Katze schnell, dass auch Menschen Teil des Spiels sind.

    Spielerisches Beißen lässt sich meist gut von echter Aggression unterscheiden. Beim Spielen wirkt die Katze entspannt, faucht nicht und versucht nicht, ernsthaft zu verletzen. Legt sie dagegen die Ohren an, macht einen Katzenbuckel, knurrt oder wirkt verängstigt, steckt wahrscheinlich etwas anderes hinter dem Biss.

    1. Die Katze hat genug von den Streicheleinheiten

    Einer der häufigsten Gründe für Bisse ist zu viel Aufmerksamkeit. Viele Katzen genießen Streicheleinheiten – allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt. Wenn ihnen der Kontakt zu viel wird, versuchen sie meist zuerst, ihre Grenzen zu zeigen, bevor sie zubeißen.

    Typische Warnsignale sind:

    • ein zuckender oder peitschender Schwanz;
    • ein angespannter Körper;
    • nach hinten gelegte Ohren;
    • der Kopf wird weggedreht;
    • die Katze versucht aufzustehen oder wegzugehen.

    Wer diese Signale ignoriert und weiterstreichelt, riskiert, dass die Katze mit einem Biss die Situation beendet.

    1. Jagdinstinkt

    Bewegte Füße, Hände unter der Bettdecke oder flatternde Kleidung können für eine Katze schnell wie Beute aussehen. Dieses Verhalten ist besonders bei Kätzchen und jungen, aktiven Katzen zu beobachten.

    Damit Ihre Katze nicht lernt, Menschen als Jagdziel zu betrachten, sollten Sie von Anfang an mit geeignetem Spielzeug spielen. Katzenangeln, Bälle und interaktive Spielzeuge bieten eine sichere Möglichkeit, den Jagdinstinkt auszuleben.

    1. Zu wenig Beschäftigung

    Auch eine reine Wohnungskatze bleibt ein Raubtier. Fehlen ihr ausreichend Spiel, Bewegung und Beschäftigung, sucht sie sich selbst eine Möglichkeit, ihre Energie loszuwerden. Dann können Hände, Füße oder sogar das Gesicht des Besitzers zur „Beute“ werden.

    Schon 10 bis 15 Minuten aktives Spielen pro Tag reichen bei vielen Katzen aus, um dieses Verhalten deutlich zu reduzieren.

    1. Angst

    Eine Katze kann beißen, wenn sie sich bedroht fühlt. Das passiert häufig beim Tierarzt, nach einem Umzug, bei der Begegnung mit einem neuen Haustier oder wenn sie zu Kontakt mit fremden Menschen gedrängt wird.

    Versuchen Sie in solchen Situationen nicht, die Katze zu „erziehen“. Viel wichtiger ist es, den Auslöser für den Stress zu beseitigen und ihr Zeit zu geben, sich wieder zu entspannen.

    1. Schmerzen oder Unwohlsein

    Hat Ihre Katze früher nie gebissen und beginnt plötzlich damit, sollten Sie auch an gesundheitliche Ursachen denken. Genau wie Menschen können Katzen gereizt reagieren, wenn sie Schmerzen haben.

    Plötzliches Beißen kann unter anderem durch folgende Probleme ausgelöst werden:

    • Zahnerkrankungen;
    • Arthrose;
    • Verletzungen;
    • Erkrankungen der inneren Organe;
    • andere gesundheitliche Probleme.

    Tritt das Verhalten plötzlich auf oder verändert sich Ihre Katze auch in anderer Hinsicht, sollten Sie sie möglichst bald tierärztlich untersuchen lassen.

    Sollte man eine Katze für das Beißen bestrafen?

    Nein. Eine Bestrafung hilft in den meisten Fällen nicht weiter. Ihre Katze wird den Biss meist nicht mit der Strafe verknüpfen – besonders dann nicht, wenn Ihre Reaktion erst einige Sekunden später erfolgt oder sie aus Angst oder Überforderung gebissen hat.

    Stattdessen kann die Katze beginnen, Sie mit etwas Unangenehmem oder Bedrohlichem zu verbinden. Dadurch steigt der Stress, und das eigentliche Problem bleibt bestehen. Viel sinnvoller ist es, die Ursache für das Verhalten zu erkennen und gezielt daran zu arbeiten.

    Wie kann man einer Katze das Beißen abgewöhnen?

    Oft helfen schon einige kleine Veränderungen im Alltag:

    • Spielen Sie nicht mit Händen oder Füßen.
    • Nutzen Sie Spielzeug, das den Jagdinstinkt anspricht.
    • Beenden Sie das Spiel, wenn Ihre Katze zu heftig wird.
    • Respektieren Sie die Signale Ihrer Katze, wenn sie keinen Kontakt mehr möchte.
    • Planen Sie jeden Tag Zeit für gemeinsames Spielen ein.
    • Lassen Sie Ihre Katze tierärztlich untersuchen, wenn sich ihr Verhalten plötzlich verändert.

    Wann Sie Hilfe suchen sollten

    Beißt Ihre Katze regelmäßig, verursacht sie ernsthafte Verletzungen oder hat sich ihr Verhalten ohne erkennbaren Grund plötzlich verändert, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen. Sind gesundheitliche Ursachen ausgeschlossen, kann eine auf Katzenverhalten spezialisierte Fachperson helfen, den Auslöser zu finden und das Verhalten zu verbessern.

    Denken Sie daran: Katzen beißen nicht, um Menschen absichtlich wehzutun. Meist versuchen sie damit, ihre Gefühle auszudrücken, sich zu schützen oder zu zeigen, dass ihnen etwas nicht gefällt. Wer lernt, diese Signale richtig zu deuten, kann nicht nur Bisse vermeiden, sondern auch die Beziehung zu seiner Katze nachhaltig stärken.

  • Wie lange leben Katzen?

    Wie lange leben Katzen?

    Wenn eine Katze ins Haus kommt, wünscht man sich natürlich, dass sie möglichst lange an unserer Seite bleibt. Die gute Nachricht: Nicht nur die Gene bestimmen, wie alt eine Katze wird. Viele Faktoren lassen sich beeinflussen. Schauen wir uns an, wie lange Katzen normalerweise leben und was dazu beitragen kann, dass sie möglichst lange gesund bleiben.

    Durchschnittliche Lebenserwartung von Katzen

    Hauskatzen werden im Durchschnitt zwischen 12 und 18 Jahre alt. Bei guter Pflege erreichen viele ein Alter von 15 bis 20 Jahren, manche sogar noch mehr.

    Die Lebensphasen einer Katze werden häufig so eingeteilt:

    • bis 1 Jahr – Kätzchen;
    • 1–6 Jahre – junge erwachsene Katze;
    • 7–10 Jahre – reife erwachsene Katze;
    • 11–14 Jahre – Senior-Katze;
    • ab 15 Jahren – hochbetagte Katze.

    Das tatsächliche Alter sagt allerdings nicht immer viel über den Gesundheitszustand aus. Manche Katzen sind mit 16 Jahren noch verspielt, neugierig und aktiv, während andere deutlich früher Alterserscheinungen zeigen.

    Zuhause ist sicherer als draußen

    Der Lebensstil hat großen Einfluss auf die Lebenserwartung. Katzen, die ausschließlich oder überwiegend im Haus leben, werden im Durchschnitt deutlich älter als Freigänger. Draußen lauern viele Risiken: Verkehr, Verletzungen, Infektionskrankheiten, Parasiten oder Vergiftungen. Wenn Sie Ihrer Katze dennoch die Möglichkeit geben möchten, die Außenwelt kennenzulernen, sind Spaziergänge mit Geschirr und unter Aufsicht eine deutlich sicherere Alternative. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel Wie man eine Katze sicher nach draußen begleitet.

    Was beeinflusst die Lebenserwartung?

    1. Ernährung

    Eine ausgewogene Ernährung hilft dabei, ein gesundes Körpergewicht zu halten und kann das Risiko vieler Erkrankungen verringern.

    2. Körpergewicht

    Übergewicht erhöht das Risiko für Diabetes, Gelenkprobleme und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein gesundes Gewicht gehört deshalb zu den wichtigsten Voraussetzungen für ein langes Katzenleben.

    3. Impfungen und Vorsorge

    Regelmäßige Impfungen sowie Schutz vor Parasiten helfen dabei, Krankheiten vorzubeugen, die Gesundheit und Lebenserwartung erheblich beeinträchtigen können.

    4. Tierärztliche Kontrollen

    Viele Erkrankungen entwickeln sich schleichend und bleiben zunächst unbemerkt. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erhöhen die Chance, Probleme frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln.

    5. Zahngesundheit

    Zahnprobleme sind bei Katzen weit verbreitet. Entzündungen des Zahnfleisches und chronische Infektionen im Maul können sich auf den gesamten Organismus auswirken. Deshalb gehört auch die Zahnpflege zu den wichtigen Bausteinen eines langen und gesunden Lebens.

    Hat die Rasse Einfluss auf die Lebenserwartung?

    Untersuchungen zeigen, dass einige Katzenrassen im Durchschnitt länger leben als andere.

    Besonders langlebige Katzenrassen

    Zu den Rassen, die häufig ein hohes Alter erreichen, gehören:

    • Siamkatze;
    • Burma-Katze;
    • Russisch Blau;
    • Balinese.

    Viele Vertreter dieser Rassen werden 15 bis 20 Jahre alt oder sogar älter.

    Rassen mit erhöhtem Risiko für erblich bedingte Erkrankungen

    Bei einigen Rassen treten bestimmte genetische Erkrankungen häufiger auf. Dazu gehören unter anderem:

    • Perserkatze;
    • Exotic Shorthair;
    • Maine Coon;
    • Britisch Kurzhaar.

    Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Katzen zwangsläufig kürzer leben. Mit guter Pflege und regelmäßiger tierärztlicher Betreuung erreichen viele ebenfalls ein hohes Alter.

    Und wie sieht es bei Mischlingskatzen aus?

    Mischlingskatzen gelten oft als besonders robust. Als möglicher Grund wird ihre größere genetische Vielfalt genannt, wodurch bestimmte erblich bedingte Erkrankungen seltener auftreten können.

    Katzenalter in Menschenjahren

    Viele Menschen kennen die Faustregel, das Alter einer Katze einfach mit sieben zu multiplizieren. Demnach würde ein Katzenjahr sieben Menschenjahren entsprechen.

    So einfach ist es allerdings nicht. Katzen entwickeln sich deutlich schneller als Menschen. Eine einjährige Katze lässt sich nicht mit einem siebenjährigen Kind vergleichen. Gerade im ersten Lebensjahr machen Katzen enorme Entwicklungsschritte und werden sehr schnell erwachsen.

    Auch wenn es keine wissenschaftlich exakte Formel gibt, wird häufig folgende Orientierung genutzt:

    Alter der Katze Entspricht ungefähr
    1 Jahr 15 Jahre
    2 Jahre 24 Jahre
    5 Jahre 36 Jahre
    10 Jahre 56 Jahre
    15 Jahre 76 Jahre
    20 Jahre 96 Jahre

    Wie kann man einer Katze zu einem langen Leben verhelfen?

    Niemand kann die Lebensdauer einer Katze vollständig kontrollieren. Trotzdem gibt es vieles, was Besitzer positiv beeinflussen können.

    Hilfreich sind:

    • ein gesundes Körpergewicht;
    • hochwertiges Futter;
    • regelmäßige Impfungen;
    • Schutz vor Parasiten;
    • regelmäßige Tierarztbesuche;
    • eine sichere Umgebung;
    • ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung.

    Interessante Tatsache

    Die älteste offiziell von Guinness World Records anerkannte Katze hieß Creme Puff. Sie wurde unglaubliche 38 Jahre und 3 Tage alt – mehr als doppelt so alt wie die durchschnittliche Hauskatze.

    Niemand kann vorhersagen, wie alt eine bestimmte Katze einmal wird. Was wir aber wissen: Gute Pflege, eine sichere Umgebung und regelmäßige Gesundheitsvorsorge können einen großen Unterschied machen und dazu beitragen, dass Katzen viele glückliche und gesunde Jahre an unserer Seite verbringen.

  • Warum Katzen niesen

    Warum Katzen niesen

    Ein einzelner Nieser ist normalerweise kein Grund zur Sorge. Genau wie Menschen niesen auch Katzen, um Staub, Haare und andere Reizstoffe aus den Nasengängen zu entfernen. Wenn das Niesen jedoch häufiger auftritt oder zusammen mit anderen Symptomen erscheint, kann eine zugrunde liegende Ursache dahinterstecken.

    Wann Niesen normal ist

    Gelegentliches Niesen kann verursacht werden durch:

    • Staub in der Luft;
    • feine Partikel aus Katzenstreu;
    • Haushaltsreiniger und Aerosole;
    • Parfüm und Duftstoffe;
    • Rauch;
    • Haare oder kleine Fremdkörper in der Nase.

    Wenn Ihre Katze ein- oder zweimal niest und sich ansonsten ganz normal verhält, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge.

    Ursachen für häufiges Niesen

    1. Infektionen der oberen Atemwege

    Dies ist eine der häufigsten Ursachen. Besonders oft betroffen sind Kätzchen, Tierheimkatzen und Katzen, die regelmäßig Kontakt zu anderen Tieren haben.

    Zu den häufigsten Auslösern gehören:

    • felines Herpesvirus (FHV-1);
    • felines Calicivirus;
    • bestimmte bakterielle Infektionen.

    Neben dem Niesen können Nasen- oder Augenausfluss, tränende Augen, Appetitlosigkeit und Antriebslosigkeit auftreten.

    1. Entzündung der Nasenschleimhaut

    Tierärzte bezeichnen diesen Zustand als Rhinitis. Auslöser können Infektionen, chronische Entzündungen oder Reizungen der Nasenschleimhaut sein.

    1. Ein Fremdkörper in der Nase

    Grashalme, Pflanzensamen oder andere kleine Partikel können sich in einem Nasengang festsetzen. In solchen Fällen niest die Katze oft wiederholt und reibt sich häufig mit der Pfote die Nase.

    1. Zahnprobleme

    Die Wurzeln der oberen Zähne liegen sehr nah an den Nasengängen. Entwickelt sich eine Entzündung oder ein Zahnabszess, kann sich die Entzündung auf das umliegende Gewebe ausbreiten und Niesen auslösen. Dieses Problem tritt häufiger bei erwachsenen und älteren Katzen auf.

    1. Allergien

    Ja, auch Katzen können Allergien entwickeln. Zu den häufigsten Auslösern gehören:

    • Staub;
    • Schimmel;
    • Pollen;
    • Haushaltsreiniger;
    • parfümierte Katzenstreu.

    Wann es Zeit für einen Tierarztbesuch ist

    Vereinbaren Sie einen Termin, wenn das Niesen von einem der folgenden Symptome begleitet wird:

    • Nasenausfluss;
    • Augenausfluss;
    • Atembeschwerden;
    • verminderter Appetit;
    • Mattigkeit;
    • Fieber;
    • Nasenbluten;
    • Gewichtsverlust;
    • Niesen, das mehrere Tage anhält.

    Besonders wichtig ist eine schnelle tierärztliche Untersuchung bei Kätzchen und älteren Katzen.

    Was Sie nicht tun sollten

    Niemals:

    • Ihrer Katze Medikamente für Menschen geben;
    • abschwellende Nasentropfen verwenden;
    • die Nase Ihrer Katze ohne tierärztliche Anweisung spülen.

    Viele Medikamente, die für Menschen sicher sind, können für Katzen gefährlich sein.

    So reduzieren Sie das Risiko von Atemwegsproblemen

    1. Lüften Sie Ihre Wohnung regelmäßig.
    2. Vermeiden Sie Tabakrauch in der Nähe Ihrer Katze.
    3. Verwenden Sie keine Aerosole in unmittelbarer Nähe Ihrer Katze.
    4. Halten Sie Impfungen aktuell.
    5. Wählen Sie möglichst staubarme Katzenstreu.

    Wenn Ihre Katze ein- oder zweimal niest, handelt es sich meist um eine normale Reaktion auf einen Reizstoff. Häufiges Niesen, besonders wenn zusätzlich Ausfluss oder Veränderungen des Allgemeinbefindens auftreten, kann jedoch auf ein gesundheitliches Problem hinweisen und sollte von einem Tierarzt abgeklärt werden.

  • Wie viel Wasser sollte eine Katze trinken?

    Wie viel Wasser sollte eine Katze trinken?

    Katzen brauchen jederzeit Zugang zu frischem Wasser. Eine gute Flüssigkeitsversorgung ist wichtig für die Nierenfunktion, die Gesundheit der Harnwege, die Verdauung und das allgemeine Wohlbefinden. Wenn deine Katze zu wenig trinkt oder plötzlich deutlich mehr als sonst, solltest du aufmerksam werden.

    Wie viel ist normal?

    Im Durchschnitt braucht eine erwachsene Katze etwa 40–60 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht am Tag:

    • Katze mit 3 kg: 120–180 ml pro Tag
    • Katze mit 4 kg: 160–240 ml
    • Katze mit 5 kg: 200–300 ml

    Warum die Werte im Alltag abweichen können

    Diese Zahlen beziehen sich auf die gesamte tägliche Flüssigkeitsaufnahme, nicht nur auf das Wasser aus dem Napf.

    Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle:

    • Fütterung. Bei Nassfutter nimmt die Katze bereits Flüssigkeit über das Futter auf. Bei Trockenfutter trinken viele Katzen mehr aus dem Napf.
    • Temperatur und Aktivität. Im Sommer, bei warmer Raumluft oder nach dem Spielen trinken Katzen oft mehr als sonst.
    • Alter. Kätzchen, Seniorenkatzen, trächtige oder säugende Katzen haben oft andere Bedürfnisse als gesunde erwachsene Tiere.

    Woran du erkennst, dass deine Katze zu wenig trinkt

    Achte darauf, wenn deine Katze:

    • nur selten zum Wassernapf geht
    • weniger uriniert als sonst
    • schlapp wirkt
    • schlechter frisst
    • lieber aus dem Wasserhahn trinkt und den Napf meidet
    • trockenes Zahnfleisch hat

    So kannst du deine Katze zum Trinken motivieren

    • Stelle mehrere Wassernäpfe auf. Viele Katzen trinken mehr, wenn Wasser in verschiedenen Räumen verfügbar ist.
    • Wechsle das Wasser täglich. Frisches Wasser ist meist attraktiver.
    • Wähle den passenden Napf. Viele Katzen mögen breite Näpfe, bei denen die Schnurrhaare den Rand nicht berühren.
    • Probiere einen Trinkbrunnen aus. Fließendes Wasser ist für viele Katzen interessanter als stehendes.
    • Gib Nassfutter dazu. So lässt sich die gesamte Flüssigkeitsaufnahme leicht erhöhen.

    Welches Wasser ist geeignet?

    Katzen sollten nur sauberes, frisches Wasser ohne Geruch oder fremden Geschmack bekommen. Es sollte täglich erneuert werden. Gefiltertes oder hochwertiges Flaschenwasser ist oft eine gute Wahl.

    Wann du zur Tierarztpraxis solltest

    Wenn deine Katze deutlich zu wenig oder zu viel trinkt, häufig uriniert, abnimmt oder schlapp wirkt, solltest du tierärztlichen Rat einholen.

    Achte nicht nur auf den Wassernapf, sondern auch auf das allgemeine Verhalten deiner Katze. Ein regelmäßiges Interesse am Trinken ist ein wichtiges Zeichen für gutes Wohlbefinden.

  • Du hast ein Kätzchen draußen gefunden: Was jetzt wichtig ist

    Du hast ein Kätzchen draußen gefunden: Was jetzt wichtig ist

    Du hast ein Kätzchen draußen gefunden und möchtest es mit nach Hause nehmen? Die ersten Stunden können schnell überfordernd wirken. Wie bringst du das Kleine sicher nach Hause, was soll es fressen, wo soll es unterkommen und was ist als Nächstes zu tun? Hier findest du einen klaren Leitfaden für die ersten gemeinsamen Tage.

    Prüfe zuerst, ob das Kätzchen wirklich Hilfe braucht

    Ein Kätzchen allein bedeutet nicht automatisch, dass es ausgesetzt wurde. Die Mutterkatze kann sich noch in der Nähe befinden. Wichtig zu wissen: Sehr junge Kätzchen, die ihre Augen noch nicht geöffnet haben, brauchen eine säugende Katze oder müssen mit spezieller Aufzuchtmilch nach einem festen Zeitplan gefüttert werden. Das ist ein eigenes Thema. Dieser Artikel richtet sich an Kätzchen, die bereits selbstständig fressen können – meist ab etwa drei Wochen, besser ab vier Wochen.

    Wenn das Kätzchen an einer Straße sitzt, schwach wirkt, schmutzig ist, stark abgemagert aussieht oder offenbar schon länger allein unterwegs ist, solltest du möglichst schnell helfen.

    Bring das Kätzchen sicher nach Hause

    Nutze eine Transportbox, einen Karton mit Luftlöchern oder einen Behälter mit einer weichen Decke oder einem Handtuch. Wichtig ist, dass das Kätzchen nicht herausspringen kann und sich während des Transports geschützt fühlt.

    Trage es draußen oder im Auto nicht einfach auf dem Arm. Wenn möglich, nutze zunächst ein Handtuch, eine Decke, Handschuhe oder eine Transportbox und vermeide unnötigen direkten Kontakt bis zur ersten tierärztlichen Untersuchung.

    Die ersten Schritte zu Hause

    1. Ein ruhiger eigener Bereich

    Richte einen kleinen, ruhigen Bereich ein: ein separates Zimmer, eine stille Ecke oder einen großen Käfig beziehungsweise Laufstall. In den ersten Tagen fällt die Eingewöhnung in einem geschützten, begrenzten Bereich oft leichter als sofort in der ganzen Wohnung.

    2. Wärme und Ruhe

    Auch ein etwas älteres Kätzchen kann nach dem Leben draußen verängstigt und durchgefroren sein. Gib ihm die Möglichkeit, sich zu verstecken, warm zu werden und erst einmal zur Ruhe zu kommen.

    3. Wasser und Futter

    Stelle frisches Wasser bereit und biete altersgerechtes Kittenfutter an. Starte mit kleinen Portionen. Aus Mitleid sollte man nicht sofort zu viel füttern.

    4. Katzentoilette

    Stelle eine gut erreichbare Katzentoilette mit Streu in die Nähe des Ruheplatzes, aber nicht direkt neben Futter- und Wassernäpfen.

    Schau dir gern auch unseren Ratgeber Ein Kätzchen zu Hause: Was du brauchst und wie du dich vorbereitest an. Dort findest du wichtige Anschaffungen und praktische Tipps für einen entspannten Start.

    Was in den nächsten Tagen wichtig ist

    1. Termin in der Tierarztpraxis vereinbaren

    Ein Gesundheitscheck sollte zu den ersten Prioritäten gehören. Dabei werden Allgemeinzustand, Augen, Haut, Bauch, mögliche Parasiten, das ungefähre Alter und der Gesundheitsstatus überprüft.

    2. Parasiten behandeln

    Geeignete Mittel sollten immer passend zu Alter und Gewicht des Kätzchens ausgewählt werden.

    3. Impfungen planen

    Die Tierärztin oder der Tierarzt erklärt dir, wann der richtige Zeitpunkt für die ersten Impfungen ist.

    Andere Tiere zunächst trennen

    Wenn bereits eine Katze oder ein Hund bei dir lebt, solltest du sie nicht sofort zusammenführen. Halte das neue Kätzchen in den ersten zwei Wochen in einem separaten Raum.

    So hilfst du bei der Eingewöhnung

    • halte die Umgebung ruhig
    • dränge keinen Kontakt auf
    • gib Zeit zum Ankommen
    • spiele sanft und nur kurz
    • sorge für einen ruhigen Tagesablauf
    • sprich mit leiser Stimme

    Manche Kätzchen kommen sofort auf den Arm. Andere brauchen ein paar Tage.

    Das solltest du zuerst besorgen

    • Näpfe für Wasser und Futter
    • Kittenfutter
    • Katzentoilette und Streu
    • Bettchen oder Decke
    • Spielzeug
    • Transportbox

    Wenn du dich entschieden hast, ein gefundenes Kätzchen aufzunehmen, zählen in den ersten Tagen vor allem Sicherheit, Ruhe, grundlegende Versorgung und ein Besuch in der Tierarztpraxis. Mach dir keine Sorgen, wenn nicht sofort alles perfekt läuft. Für so ein kleines Tier können schon einfache Fürsorge, Sicherheit und ein ruhiges Zuhause das Leben zum Besseren verändern.

  • Wie man eine Katze sicher nach draußen begleitet

    Wie man eine Katze sicher nach draußen begleitet

    Spaziergänge sind nicht für jede Katze geeignet. Für manche Tiere können sie aber eine schöne Möglichkeit sein, sich zu bewegen, Neues zu entdecken und frische Eindrücke zu sammeln. Wichtig ist, die Katze nicht spontan nach draußen zu tragen.

    Brauchen alle Katzen Spaziergänge?

    Nein. Viele Wohnungskatzen sind vollkommen zufrieden, wenn sie zu Hause spielen können, Kratzmöglichkeiten haben, klettern dürfen und genug Aufmerksamkeit bekommen. Spaziergänge sind kein Muss, sondern nur eine zusätzliche Option.

    Am besten passen sie zu neugierigen und selbstsicheren Katzen.

    Nicht empfohlen sind Spaziergänge für:

    • Kätzchen unter sechs Monaten
    • ungeimpfte Katzen
    • Katzen nach einer Krankheit oder Operation
    • sehr ängstliche Katzen
    • ältere Katzen, die sich draußen eindeutig unwohl fühlen

    Warum Freigang ohne Aufsicht riskant ist

    Wir raten klar davon ab, eine Wohnungskatze unbeaufsichtigt allein nach draußen zu lassen. Freigang birgt viele Risiken: Verletzungen, Vergiftungen, Kämpfe mit anderen Tieren, Infektionen, Verkehrsunfälle oder das Verlieren der Katze. Selbst ein ruhiger Innenhof bietet keine vollständige Sicherheit.

    Wenn deine Katze Interesse an draußen zeigt, ist ein begleiteter Spaziergang mit Geschirr die sichere Alternative.

    Was vor dem ersten Ausflug wichtig ist

    1. Impfungen und Parasitenschutz

    Bevor es nach draußen geht, sollten alle wichtigen Impfungen aktuell sein. Auch regelmäßiger Schutz vor Flöhen, Zecken und anderen Parasiten ist wichtig.

    Selbst ein kurzer Ausflug bedeutet Kontakt mit der Außenwelt – deshalb ist Vorsorge entscheidend.

    2. Das passende Geschirr wählen

    Für Spaziergänge solltest du ein Geschirr statt eines Halsbands verwenden. Ein Geschirr verteilt den Druck besser und verringert das Verletzungsrisiko.

    Es sollte sicher sitzen, ohne einzuengen.

    3. Erst zu Hause üben

    Lass deine Katze das Geschirr zuerst drinnen kennenlernen. Sie sollte daran schnuppern, es anschauen und es zunächst nur wenige Minuten tragen.

    Wenn sie entspannt bleibt, kannst du nach und nach die Leine dazunehmen.

    Ruhige Orte wählen

    Geeignet sind ruhige Bereiche ohne Hunde, Autos und Menschenmengen. Ein stiller Hof, ein geschützter Bereich oder ein ruhiger Park mit Bäumen sind gute Optionen.

    Wann du lieber nicht rausgehst

    Verschiebe den Spaziergang in diesen Fällen:

    • schlechtes Wetter: Kälte, Hitze, Regen oder starker Wind
    • laute Zeiten oder volle Orte
    • wenn deine Katze nervös ist oder sich nicht wohlfühlt

    Kälte kann besonders für kurzhaarige Katzen, Kätzchen und Tiere ohne dichte Unterwolle problematisch sein.

    Wie ein Spaziergang mit Katze aussieht

    Eine Katze spaziert nicht wie ein Hund neben dir her. Sie bestimmt ihr eigenes Tempo, bleibt stehen, schnuppert, beobachtet und entscheidet selbst, wohin es als Nächstes geht.

    Deine Aufgabe ist es, sie zu begleiten und auf ihre Sicherheit zu achten.

    Je nach Stimmung kann ein Spaziergang fünf Minuten dauern oder dreißig. Beides ist völlig normal.

    Wichtige Punkte

    • ziehe nicht an der Leine, um die Richtung zu bestimmen
    • gehe nicht auf fremde Tiere zu
    • nimm das Geschirr draußen nicht ab
    • achte aufmerksam auf Stimmung und körperlichen Zustand deiner Katze

    Wann es besser ist zu warten

    Mach lieber eine Pause mit Spaziergängen, wenn deine Katze große Angst hat, sich versteckt, lange gestresst bleibt oder sich nach jedem Ausflug nur schwer erholt. In diesem Fall ist das Zuhause eindeutig die bessere Umgebung.

    Mit einer Katze nach draußen zu gehen ist möglich – aber nur, wenn sie es wirklich mag. Der beste Spaziergang ist der, nach dem deine Katze ruhig, entspannt und zufrieden bleibt.

  • Wie du die richtigen Näpfe für deine Katze auswählst

    Wie du die richtigen Näpfe für deine Katze auswählst

    Ein Napf wirkt wie eine Kleinigkeit, kann aber großen Einfluss auf den Alltag deiner Katze haben. Manchmal entscheidet er sogar mit darüber, ob sie gern frisst oder genug trinkt. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Näpfe dein Stubentiger wirklich braucht.

    Wie viele Näpfe braucht eine Katze?

    Mindestens zwei:

    • einer für Wasser
    • einer für Futter

    Wenn deine Katze sowohl Nass- als auch Trockenfutter bekommt, sind getrennte Näpfe für beide Futtersorten sinnvoll.

    Welches Material ist am besten?

    • Keramik. Schwer, standfest, leicht zu reinigen und nimmt keine Gerüche an. Eine der besten Lösungen für zu Hause.
    • Edelstahl. Robust, hygienisch und langlebig. Ideal für den täglichen Gebrauch.
    • Kunststoff. Die leichteste und günstigste Variante, aber Kunststoffnäpfe verkratzen schneller, können Gerüche aufnehmen und nutzen sich eher ab. Minderwertiges Material kann außerdem unerwünschte Stoffe an Wasser oder Futter abgeben.

    Die richtige Größe wählen

    Der Napf sollte zur Größe deiner Katze passen und im Alltag bequem nutzbar sein. Ein zu kleiner Napf ist schnell leer, ein zu großer nimmt unnötig viel Platz weg.

    Für die meisten Katzen sind mittelgroße Näpfe ideal, in die eine Portion Futter gut hineinpasst. Für Wasser ist ein größeres Gefäß oft praktischer, damit den ganzen Tag genug zur Verfügung steht.

    Die wichtigste Regel ist einfach: Deine Katze sollte bequem fressen und trinken können, ohne das Gesicht an den Rand drücken zu müssen oder mit den Schnurrhaaren anzustoßen.

    So pflegst du die Näpfe richtig

    • täglich reinigen
    • Wasser jeden Tag erneuern
    • Nassfutterreste nicht stundenlang stehen lassen
    • regelmäßig auf Schäden oder Absplitterungen prüfen und bei Bedarf ersetzen

    Wo der beste Platz für die Näpfe ist

    Wähle einen ruhigen Ort ohne Lärm und abseits von Laufwegen. Den Wassernapf separat vom Futter aufzustellen ist oft sinnvoll, da viele Katzen so lieber trinken. Futter und Wasser sollten außerdem nicht direkt neben der Katzentoilette stehen.

  • Einen Welpen ins Haus holen: was du brauchst und wie du dich vorbereitest

    Einen Welpen ins Haus holen: was du brauchst und wie du dich vorbereitest

    Ein Welpe bringt viel Freude, verändert aber auch den Alltag komplett. In den ersten Wochen geht es vor allem um Fütterung, Schlaf, Stubenreinheit und die allgemeine Eingewöhnung. Je besser du alles im Voraus vorbereitest, desto entspannter wird es für den Welpen und für dich.

    Am Anfang geht es darum, eine sichere Umgebung zu schaffen, die wichtigsten Dinge bereitzuhalten und zu wissen, was in den ersten Tagen auf euch zukommt.

    Was du vor der Ankunft vorbereiten solltest

    1. Einen sicheren Bereich einrichten

    Dein Welpe braucht einen Platz, an dem er zur Ruhe kommen kann und sich geschützt fühlt, ohne völlig abgeschirmt zu sein. Geeignet sind zum Beispiel die Küche, ein Teil eines Zimmers, ein Welpenauslauf oder ein abgetrennter Bereich.

    Warum das wichtig ist:

    • geringeres Risiko, dass etwas angeknabbert wird
    • erleichtert das Stubenreinheitstraining
    • hilft, eine Routine aufzubauen
    • verhindert Überforderung durch zu viel Raum

    2. Gefährliche Dinge wegräumen

    Welpen erkunden ihre Umgebung mit dem Maul. Entferne alles, was gefährlich sein könnte:

    • Kabel, Ladegeräte, Verlängerungen
    • Reinigungsmittel
    • Medikamente
    • Mülleimer
    • kleine Gegenstände
    • Schuhe
    • Kinderspielzeug
    • giftige Pflanzen (z. B. Dieffenbachia, Lilie, Aloe Vera, Efeu, Alpenveilchen)
    • Plastiktüten, Fäden, Gummibänder

    3. Stubenreinheit vorbereiten

    Überlege vorab, wo dein Welpe sich lösen soll: auf Unterlagen in der Wohnung oder draußen, wenn das altersbedingt schon möglich ist.

    Besorge dafür:

    • Welpenunterlagen
    • Geruchsentferner
    • Tücher und Küchenpapier

    Grundausstattung: was du vorher kaufen solltest

    1. Futter und Wasser

    • mindestens zwei standfeste Näpfe
    • das Futter, das der Welpe bereits kennt
    • Messbecher oder Küchenwaage
    • Behälter zur Aufbewahrung des Futters

    Tipp: Ändere die Ernährung am Anfang nur, wenn es wirklich nötig ist.

    2. Schlaf und Ruhe

    • ein Hundebett oder eine Matte
    • eine Decke

    Tipp: Wähle ein Bett, das sich leicht waschen lässt.

    Du kannst auch unseren Artikel Wie du das richtige Hundebett auswählst lesen.

    3. Spaziergänge und Training

    • Halsband oder Geschirr in passender Größe
    • eine leichte Leine
    • eine Hundemarke
    • Leckerlis zur Belohnung
    • Kotbeutel für unterwegs

    4. Zuhause und Sicherheit

    • Welpenauslauf oder Absperrung
    • einige sichere Spielzeuge
    • Kauspielzeug
    • Geruchsentferner
    • Bürste passend zum Felltyp

    5. Gesundheit

    • Kontaktdaten einer Tierarztpraxis in deiner Nähe
    • Transportbox
    • Mappe für Unterlagen, Impfungen und Empfehlungen

    Die ersten Tage zu Hause

    Am ersten Tag braucht dein Welpe vor allem Ruhe.

    Am besten:

    • Besuche einschränken
    • Wasser, Schlafplatz und Toilettenbereich zeigen
    • ihn alles in seinem Tempo erkunden lassen
    • ruhig sprechen
    • keinen Kontakt oder Spiel erzwingen
    • mehr beobachten als eingreifen

    Die beste Vorbereitung bedeutet nicht, möglichst viel zu kaufen, sondern das Zuhause gut zu organisieren. Wenn alles sicher ist, die wichtigsten Dinge bereitstehen und sich eine klare Routine entwickelt, fällt die Eingewöhnung deutlich leichter.

  • Wie du das richtige Hundebett auswählst

    Wie du das richtige Hundebett auswählst

    Ein Hundebett ist der Ort, an dem dein Hund schläft, sich ausruht und einen großen Teil des Tages verbringt. Sein Komfort wirkt sich direkt auf das tägliche Wohlbefinden aus. Deshalb lohnt es sich, bei der Auswahl auf Größe, Alter und sogar die bevorzugte Schlafposition zu achten.

    Größe: lieber etwas mehr Platz

    Das Bett sollte deinem Hund ermöglichen, sich in einer natürlichen Position auszustrecken, ohne eingeengt zu sein. Manche Hunde schlafen lang ausgestreckt, andere rollen sich zusammen und wechseln nachts öfter die Position.

    So schätzt du die richtige Größe ein:

    • miss deinen Hund im Liegen von der Nase bis zum Rutenansatz
    • plane etwas extra Platz ein, damit er sich bewegen kann
    • beachte, dass hohe Ränder die nutzbare Fläche verkleinern

    Ist das Bett zu klein, wird es oft gemieden oder nur teilweise genutzt.

    Arten von Hundebetten

    • Matratze oder Kissen

    Eine flache, offene Liegefläche ohne erhöhte Ränder.

    Geeignet für: Hunde, die sich gerne ausstrecken, große Rassen, warme Innenräume.

    • Bett mit Rand

    Rundum weiche, erhöhte Kanten.

    Geeignet für: Hunde, die sich gerne einrollen und den Kopf ablegen.

    • Höhlenbett

    Eine geschlossene Form, die Rückzug und Geborgenheit bietet.

    Geeignet für: vorsichtige, kleine oder geräuschempfindliche Hunde.

    Allerdings mögen nicht alle Hunde geschlossene Modelle.

    Füllung

    Eine gute Füllung behält ihre Form und verteilt das Gewicht gleichmäßig, statt zu verklumpen.

    Gängige Materialien:

    • hochdichter Schaumstoff
    • Hohlfaser und andere synthetische Füllungen
    • Memory-Schaum

    Für große, ältere Hunde oder Tiere mit Gelenkproblemen empfiehlt sich eine feste, gut stützende Basis.

    Pflege

    Ein Hundebett wird täglich genutzt, deshalb sollte es leicht zu pflegen sein.

    Worauf du achten solltest:

    • abnehmbarer Bezug
    • maschinenwaschbar
    • strapazierfähiger Stoff
    • saubere Nähte ohne lose Fäden
    • rutschfeste Unterseite

    Bei stark haarenden Hunden müssen helle Stoffe oft häufiger gereinigt werden. Wenn dein Hund gerne scharrt, sind besonders robuste Materialien sinnvoll.

    Alter des Hundes

    1. Welpe

    Wähle am besten ein Modell, das sich leicht waschen lässt. Viele Welpen knabbern an Stoffen, daher ist anfangs eine einfache, günstige Variante sinnvoll.

    2. Aktiver erwachsener Hund

    Robuste, pflegeleichte Modelle sind hier die beste Wahl.

    3. Älterer Hund

    Achte auf einen niedrigen Einstieg, eine stabile Form und eine feste, stützende Liegefläche.

    Hat dein Hund chronische Gelenk- oder Rückenprobleme oder erholt er sich von einer Verletzung, solltest du die Auswahl mit einem Tierarzt besprechen.

    Wo du das Hundebett platzierst

    Selbst das beste Bett wird nicht genutzt, wenn der Platz ungünstig ist. Wähle einen ruhigen Ort ohne Zugluft. Im Gegensatz zu Katzen bleiben viele Hunde lieber in der Nähe ihrer Menschen als allein in einem separaten Bereich.

    Manchmal braucht es etwas Ausprobieren, bis du den passenden Platz findest.

    Häufige Fehler

    • ein zu kleines Bett wählen
    • zu dünne Füllung, die schnell nachgibt
    • Stoffe, die schwer zu reinigen sind
    • zu hohe Betten für ältere Hunde
    • nur nach Optik auswählen
    • erwarten, dass der Hund es sofort annimmt

    Ein gutes Hundebett vereint Komfort für deinen Hund und praktische Vorteile für dich: die richtige Größe, eine bequeme Liegefläche und einfache Pflege. Je besser es zu den Gewohnheiten deines Hundes passt, desto eher wird es zu seinem Lieblingsplatz.