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  • Warum deine Katze nachts durch die Wohnung rennt

    Warum deine Katze nachts durch die Wohnung rennt

    Gerade eben lag deine Katze noch friedlich auf dem Sofa. Und plötzlich: ein Blitzstart, eine scharfe Kurve, ein Sprung durch den Flur und ein Sprint quer durch die Wohnung. Das sind die sogenannten Zoomies – ein plötzlicher Energieschub, den fast alle Katzenhalter kennen.

    Das wirkt vielleicht seltsam, sieht lustig aus und kann manchmal nerven, ist aber in den meisten Fällen völlig normales Katzenverhalten.

    Warum Katzen plötzlich lossprinten

    1. Aufgestaute Energie

    Katzen schlafen viel, aber sie brauchen trotzdem Bewegung. Nach einer langen Ruhephase muss überschüssige Energie manchmal einfach raus.

    2. Jagdinstinkt

    Auch wenn es zu Hause nur Hausschuhe und eine Decke gibt: Die Instinkte bleiben. Lauern, losspringen und verfolgen gehört zur Natur deiner kleinen Jägerin oder deines kleinen Jägers.

    3. Biorhythmus

    Viele Katzen sind morgens früh und abends besonders aktiv. Deshalb gehören nächtliche Rennrunden für viele zum Alltag.

    4. Nach dem Toilettengang

    Manche Katzen legen nach dem Klogang einen Sprint hin. Dazu gibt es verschiedene Theorien. Eine besagt, dass das Gefühl der Erleichterung bestimmte Nerven stimulieren könnte.

    Was du tun kannst

    Meist besteht kein Grund zur Sorge, wenn deine Katze:

    • mit Freude und nicht aus Angst rennt
    • danach entspannt ruht
    • gut frisst
    • spielt
    • sich frei und ohne Schmerzen bewegt

    So kannst du die Energie etwas umlenken:

    1. Spiele mit deiner Katze

    10–15 Minuten aktives Spielen tagsüber und am Abend können die nächtliche Aktivität reduzieren.

    2. Sorge für Abwechslung

    Tunnel, Kratzbäume, Kletterflächen und Spielmäuse helfen dabei, Energie auch zu anderen Zeiten loszuwerden.

    3. Nicht schimpfen

    Deine Katze handelt nicht aus Trotz. Das ist normales Verhalten.

    4. Tagesablauf anpassen

    Oft hilft es, abends zu spielen und danach zu füttern. Das entspricht dem natürlichen Ablauf: jagen, fressen, ruhen.

    Wann du aufmerksam werden solltest

    Wenn zusätzlich Angst, Aggression, schmerzhaftes Miauen, Juckreiz, Lahmheit oder andere auffällige Symptome auftreten, solltest du das mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprechen.

    Nächtliche Rennrunden sind weder eine Macke noch ein schlechter Charakterzug. Deine Katze folgt einfach ihren Instinkten und probt die Rolle eines großen Raubtiers. Ja, manchmal laut und mit fliegenden Gegenständen – aber eben ganz katzentypisch!

  • Deine Katze frisst zu schnell: Was tun?

    Deine Katze frisst zu schnell: Was tun?

    Wenn deine Katze ihr Futter zu hastig frisst, ist das nicht nur eine lustige oder harmlose Angewohnheit. Schnelles Fressen kann zu Unwohlsein führen und dafür sorgen, dass sie ständig hungrig wirkt. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Änderungen beim Füttern lässt sich das Problem oft lösen.

    Warum das problematisch sein kann

    Zu schnelles Fressen kann zu Folgendem führen:

    • Hochwürgen direkt nach dem Fressen
    • Übelkeit
    • Schluckauf
    • Blähungen und Bauchbeschwerden
    • Überfressen
    • Gewichtszunahme

    Wenn das häufiger passiert, lohnt es sich, nach der Ursache zu schauen.

    Warum Katzen zu schnell fressen

    Dafür gibt es verschiedene Gründe:

    • Konkurrenz beim Futter. Leben mehrere Tiere im Haushalt, frisst die Katze oft hastig, damit niemand etwas wegnimmt.
    • Zu große Abstände zwischen den Mahlzeiten. Wenn zwischen den Fütterungen zu viel Zeit liegt, entsteht oft großer Hunger.
    • Stress oder Unruhe. Ein Umzug, Lärm, neue Tiere oder Veränderungen im Zuhause können das Verhalten am Napf beeinflussen.
    • Frühere Erfahrungen. Katzen aus dem Tierheim oder von der Straße behalten oft die Gewohnheit, schnell zu fressen, solange Futter da ist.
    • Es schmeckt einfach zu gut. Lieblingsfutter, besonders Nassfutter, wird manchmal in Rekordzeit verschlungen.

    Was du tun kannst

    Am einfachsten ist es, die Bedingungen so zu verändern, dass schnelles Fressen schwerer wird:

    • Einen Anti-Schling-Napf verwenden. Ein strukturierter Napf oder ein Futterspielzeug sorgt dafür, dass langsamer und in kleineren Portionen gefressen wird.
    • Portionen aufteilen. Viele Katzen profitieren von kleineren Mahlzeiten über den Tag verteilt. Trockenfutter kann man auch in kleinen Mengen an verschiedenen Stellen anbieten.
    • Getrennt füttern. Ohne Konkurrenz fressen viele Katzen entspannter.
    • Einen festen Rhythmus schaffen. Regelmäßige Fütterungszeiten können Stress reduzieren.

    Wann du zum Tierarzt solltest

    Wenn deine Katze ständig Futter verlangt, abnimmt, nach jeder Mahlzeit hochwürgt oder ihr Verhalten sich plötzlich verändert, solltest du tierärztlichen Rat einholen. Manchmal steckt hinter hastigem Fressen ein gesundheitliches Problem.

  • Top 5 Dinge für jede Katze

    Top 5 Dinge für jede Katze

    Zur guten Katzenhaltung gehören mehr als nur Katzentoilette, Näpfe und Spielzeug. Es gibt einige praktische Basics, die Gesundheit, Wohlbefinden und den Alltag deiner Katze spürbar verbessern können. Hier sind fünf Dinge, die in keinem Katzenhaushalt fehlen sollten.

    1. Bürste oder Fellkamm

    Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare, reduziert Verfilzungen und sorgt dafür, dass deutlich weniger Fell in der Wohnung landet. Entgegen einem verbreiteten Mythos brauchen nicht nur Langhaarkatzen Fellpflege – jede Katze mit Fell profitiert davon.

    Außerdem kann das Bürsten zu einem schönen Ritual werden, das Vertrauen zwischen dir und deiner Katze stärkt.

    2. Krallenschere

    Wenn sich die Krallen nicht von selbst ausreichend abnutzen, sollten sie gelegentlich gekürzt werden. Am besten eignet sich dafür eine spezielle Krallenschere für Haustiere, da sie sicherer und handlicher ist als normale Scheren.

    Wichtig: Kürze nur die transparente Spitze der Kralle und vermeide den empfindlichen inneren Bereich. Wenn deine Katze nervös wird, kannst du die Pflege auf mehrere kurze Einheiten aufteilen.

    3. Schutz vor Parasiten

    Auch Wohnungskatzen brauchen Schutz vor Flöhen, Zecken und inneren Parasiten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel Spot-ons, Tabletten oder Pasten. Das passende Mittel sollte immer nach Alter und Gewicht der Katze ausgewählt werden.

    4. Tücher, weiche Pads und Wattestäbchen

    Praktische Helfer für kleine Pflegeschritte im Alltag: Augen reinigen, Schmutz aus dem Fell entfernen oder Kinn und Pfoten vorsichtig säubern.

    5. Zahnbürste und Zahnpasta für Katzen

    Die Zahnpflege wird oft unterschätzt – zu Unrecht. Regelmäßige Pflege hilft, das Risiko für Zahnbelag, Zahnerkrankungen und Zahnfleischprobleme zu verringern. Für Katzen sollten nur speziell dafür entwickelte Bürsten und Zahnpasten verwendet werden.

    Als sinnvolle Ergänzung gehört auch eine kleine Hausapotheke für Notfälle dazu – plus die Kontaktdaten einer vertrauenswürdigen Tierarztpraxis.

  • Wie du deinem Hund die Leine beibringst

    Wie du deinem Hund die Leine beibringst

    An der Leine zu laufen ist die Grundlage für entspannte und angenehme Spaziergänge. Manche Hunde akzeptieren die Leine sofort, andere brauchen mehr Zeit und Unterstützung. Ein ruhiges, schrittweises Training hilft, Stress zu vermeiden und den gewünschten Ablauf schneller zu festigen.

    Wann du anfangen solltest

    Am besten beginnst du früh, sobald sich dein Welpe zu Hause eingewöhnt hat und offen für neue Eindrücke ist. Auch erwachsene Hunde können das lernen – sie brauchen manchmal einfach etwas mehr Geduld.

    Was du vorbereiten solltest

    Ein paar Basics machen das Training deutlich leichter:

    • eine leichte Leine in passender Länge
    • ein gut sitzendes Geschirr oder Halsband
    • Leckerlis zur Belohnung

    Wenn sich dein Hund unwohl oder unsicher fühlt, wird das Training deutlich schwieriger.

    So gewöhnst du deinen Hund an Halsband oder Geschirr

    Schritt 1. Erst kennenlernen lassen

    Zeig deinem Hund das Halsband oder Geschirr und lass ihn daran schnuppern. Zieh es ihm nicht sofort an. Neugier kannst du ruhig mit Leckerlis oder freundlicher Stimme belohnen.

    Schritt 2. Drinnen kurz anlegen

    Lege Halsband oder Geschirr für ein bis zwei Minuten in ruhiger Umgebung an.

    In dieser Zeit kannst du:

    • ein kleines Spiel starten
    • ein Leckerli geben
    • ihn mit etwas Einfachem beschäftigen

    Nimm es wieder ab, bevor dein Hund unruhig wird.

    Schritt 3. Tragezeit langsam erhöhen

    Verlängere die Zeit jeden Tag ein bisschen. Erst wenige Minuten, dann nach und nach mehr.

    Schritt 4. Auf den Sitz achten

    Halsband oder Geschirr dürfen weder zu locker sitzen noch drücken. Zwei Finger sollten problemlos dazwischen passen.

    Wenn dein Hund sich kratzt oder es loswerden will

    Das ist am Anfang ganz normal. Das Gefühl ist neu und ungewohnt. Lenke ihn sanft mit Spiel, Bewegung oder Leckerlis ab.

    Wann du die Leine dazunimmst

    Sobald dein Hund das Halsband oder Geschirr drinnen entspannt trägt und kaum noch darauf achtet, kannst du die Leine einhaken und zum nächsten Schritt übergehen.

    So gewöhnst du deinen Hund an die Leine

    Schritt 1. Die Leine vorstellen

    Genau wie beim Halsband: nicht überstürzen. Leg die Leine hin und lass deinen Hund sie beschnuppern. Belohne Interesse mit Stimme und Leckerlis. Wiederhole das an mehreren Tagen.

    Schritt 2. Kurz drinnen anleinen

    Wenn die Leine keine Unsicherheit mehr auslöst, hänge sie kurz ein. Lass deinen Hund stehen, gehen oder sich frei bewegen – zieh ihn aber nicht hinter dir her.

    Warte nicht, bis er unruhig wird. Verlängere die Zeit lieber schrittweise und lenke ihn zwischendurch mit Spiel oder Leckerlis ab.

    Schritt 3. Gemeinsam bewegen

    Geh ein paar Schritte durch die Wohnung. Wenn dein Hund von selbst mitkommt oder sich an dir orientiert, lobe ihn sofort und gib ein Leckerli. So lernt er, dass es sich lohnt, bei dir zu bleiben.

    Schritt 4. Umgang mit Zug auf der Leine

    Zieht dein Hund nach vorne, geh nicht mit.

    Stattdessen:

    • bleib stehen
    • warte, bis die Leine wieder locker ist
    • ruf ihn zu dir
    • geh erst weiter, wenn die Leine locker bleibt

    So versteht dein Hund: Ziehen bringt ihn nicht vorwärts.

    Schritt 5. Draußen üben

    Beginne an ruhigen Orten: im Hof, in einer stillen Straße oder in einem leeren Park. Steigere dann nach und nach die Ablenkung.

    Startest du gleich in einer lauten Umgebung, fällt es deinem Hund schwer, sich zu konzentrieren.

    Häufige Probleme und Lösungen

    Dein Hund bleibt stehen

    Zieh nicht an der Leine. Geh in die Hocke, ruf ihn, lock ihn mit einem Leckerli oder mach einen Schritt zurück

    Dein Hund beißt in die Leine

    Lenke ihn auf ein Spielzeug oder Bewegung um und belohne ruhiges Verhalten

    Dein Hund zieht ständig

    Reduziere Ablenkungen und ändere häufiger die Richtung

    Dein Hund hat Angst draußen

    Halte die Spaziergänge kurz und gib ihm Zeit, sich Schritt für Schritt an die Umgebung zu gewöhnen

    Wie lange trainieren?

    Fünf bis zehn Minuten täglich sind besser als eine lange Einheit pro Woche. Regelmäßigkeit bringt schnellere und stabilere Fortschritte.

    Was du vermeiden solltest

    • nicht ruckartig an der Leine ziehen
    • nicht schreien
    • Angst nicht bestrafen
    • den Hund nicht überfordern
    • kein perfektes Verhalten sofort erwarten

    Wenn du Schritt für Schritt vorgehst und deinen Hund nicht überlastest, wird er sich viel leichter an die Leine gewöhnen. Mit der Zeit wird die Leine kein Stressfaktor mehr sein, sondern ein ganz normaler Teil entspannter Spaziergänge.

  • Was Hunde nicht fressen dürfen

    Was Hunde nicht fressen dürfen

    Nicht alle Lebensmittel, die für Menschen unbedenklich sind, eignen sich auch für Hunde. Einige verursachen nur leichte Verdauungsprobleme, andere können zu schweren Vergiftungen führen und erfordern schnelle tierärztliche Hilfe.

    Diese Lebensmittel sind für Hunde tabu (auch nicht „nur ein bisschen“)

    Gerade bei kleinen Hunden kann schon eine geringe Menge eine relevante Dosis sein. Außerdem reagieren Tiere unterschiedlich: Was einmal ohne Folgen blieb, kann beim nächsten Mal eine schwere Reaktion auslösen.

    1. Schokolade und kakaohaltige Produkte

    Enthalten Theobromin und Koffein – beides ist für Hunde stark giftig.

    2. Weintrauben und Rosinen

    Können bereits in kleinen Mengen ein akutes Nierenversagen auslösen.

    3. Zwiebeln und Knoblauch (in jeder Form)

    Enthalten Organosulfide, die rote Blutkörperchen schädigen und zu Anämie führen können.

    4. Xylit

    Dieser Süßstoff steckt in Kaugummi, Süßigkeiten, manchen Backwaren und sogar in einigen Zahnpasten. Er kann den Blutzucker gefährlich absenken und Leberversagen auslösen.

    5. Alkohol

    Schon kleinste Mengen sind gefährlich und können auch in unerwarteten Lebensmitteln vorkommen. Es besteht das Risiko einer schweren Vergiftung bis hin zum Tod.

    6. Kaffee, Energydrinks und Tee

    Durch das enthaltene Koffein kommt es zu einer Überreizung des Nervensystems, Herzrasen, Zittern und weiteren schweren Symptomen.

    7. Gekochte Knochen

    Besonders kleine oder brüchige Knochen. Sie können splittern und schwere Verletzungen im Magen-Darm-Trakt verursachen.

    8. Fettige, frittierte oder stark gesalzene Speisen

    Können Erbrechen, Durchfall und sogar eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) auslösen.

    9. Roher Hefeteig

    Geht im Magen auf und kann gefährliche Blähungen verursachen. Außerdem entsteht bei der Gärung Alkohol, was das Risiko zusätzlich erhöht.

    Was tun, wenn dein Hund etwas Gefährliches gefressen hat?

    Warte nicht auf Symptome. Manche Vergiftungen entwickeln sich verzögert, auch wenn dein Hund zunächst unauffällig wirkt.

    Sofortmaßnahmen

    • Reste des Produkts entfernen
    • notieren, was, wie viel und wann gefressen wurde
    • Verpackung aufbewahren
    • so schnell wie möglich eine Tierarztpraxis kontaktieren
    • den Anweisungen folgen

    Versuche nicht, selbst Erbrechen auszulösen, ohne ausdrückliche Anweisung einer Tierärztin oder eines Tierarztes. In manchen Fällen kann das gefährlich sein.

    Die wichtigste Regel ist einfach: Im Zweifel lieber nicht geben. Verwende nur geeignete Lebensmittel und spezielle Leckerlis für Hunde.

  • Warum dein Hund alles anknabbert – und was du dagegen tun kannst

    Warum dein Hund alles anknabbert – und was du dagegen tun kannst

    Kauen und Dinge zerbeißen ist für Hunde ganz normales Verhalten. So erkunden sie ihre Umgebung, bauen Stress ab, beschäftigen sich selbst und bewältigen den Zahnwechsel. Oft steckt hinter dem Problem keine „Unart“, sondern einfach der Mangel an passenden, sicheren Dingen zum Kauen.

    Warum Hunde Dinge anknabbern

    Es gibt nicht nur einen Grund. Die häufigsten sind:

    1. Zahnwechsel

    Während des Zahnwechsels sind das Zahnfleisch empfindlich und kann jucken. Der Drang zu kauen nimmt deutlich zu.

    Was hilft:

    • sichere Kauartikel
    • spezielle Beiß- oder Zahnungsspielzeuge

    Tipp: Wechsle die Spielzeuge regelmäßig, damit dein Hund interessiert bleibt.

    2. Langeweile und zu wenig Auslastung

    Wenn ein Hund nichts zu tun hat, sucht er sich selbst Beschäftigung – oft an Möbeln, Schuhen, Fernbedienungen oder Kartons.

    Frag dich ehrlich:

    • Bekommt mein Hund genug Bewegung?
    • Gibt es regelmäßige Spiel- oder Trainingseinheiten?

    Wenn nicht, solltest du seinen Alltag abwechslungsreicher gestalten.

    3. Stress oder Angst

    Viele Hunde kauen, um Stress abzubauen – etwa wenn sie allein sind, bei Veränderungen, Lärm oder einem unruhigen Tagesablauf.

    Wichtig ist:

    • die Ursache des Stresses zu erkennen
    • für einen stabilen, vorhersehbaren Alltag zu sorgen
    • bei starker Angst einen Profi hinzuzuziehen

    Was du dagegen tun kannst

    1. Versuchung reduzieren

    Das ist der schnellste Weg, Schäden zu vermeiden.

    Räume weg:

    • Schuhe (z. B. in einen geschlossenen Schrank)
    • Kabel (mit Kabelorganisatoren sichern)
    • Fernbedienungen (außer Reichweite legen)
    • Kinderspielzeug (in Boxen verstauen)
    • Bücher (höher lagern oder in Schränken aufbewahren)
    • Kleidung (im Kleiderschrank verstauen)

    2. Alternativen anbieten

    Dein Hund braucht Dinge, auf denen er kauen darf.

    Geeignet sind:

    • sichere Kauartikel
    • robuste Spielzeuge
    • Futterspielzeuge oder Denkspiele

    3. Richtiges Verhalten belohnen

    Nimmt dein Hund sein eigenes Spielzeug, lobe ihn sofort, gib ihm ein Leckerli oder spiele kurz mit ihm.

    4. Mehr Bewegung und Auslastung

    Nach einem guten Spaziergang, Training oder aktiver Beschäftigung lässt der Drang, Dinge zu zerstören, meist deutlich nach.

    5. Nicht im Nachhinein bestrafen

    Findest du etwas erst später zerstört vor, bringt Strafen nichts. Dein Hund kann das Verhalten nicht mehr damit verknüpfen und versteht nicht, wofür er geschimpft wird.

    Wann du dir Hilfe holen solltest

    Wende dich an einen Tierarzt oder Verhaltensexperten, wenn dein Hund:

    • ständig und zwanghaft Dinge anknabbert
    • sich dabei an Zähnen oder Zahnfleisch verletzt
    • nicht essbare Gegenstände frisst
    • aus Panik alles zerstört, wenn er allein bleibt

    Kauen ist kein „Racheverhalten“, sondern ein Signal dafür, dass deinem Hund etwas fehlt. Wenn du die Ursache erkennst und passende Alternativen anbietest, wird das Problem in der Regel deutlich seltener.

  • Wie du deinem Welpen beibringst, auf die Unterlage zu gehen

    Wie du deinem Welpen beibringst, auf die Unterlage zu gehen

    Das Training mit Welpenunterlagen gehört zu den ersten Alltagsgewohnheiten, die ein Welpe lernt. Entscheidend ist dabei die Konsequenz: Welpen lernen Schritt für Schritt durch Wiederholung und klare Abläufe.

    Wann Unterlagen sinnvoll sind

    Welpenunterlagen sind hilfreich:

    • in den ersten Lebensmonaten
    • nach Impfungen, wenn Spaziergänge eingeschränkt sind
    • nachts oder bei schlechtem Wetter
    • bei kleinen Hunderassen (z. B. Pomeranian, Yorkshire Terrier, Chihuahua)
    • während der Eingewöhnung im neuen Zuhause

    Auch wenn dein Hund später nur draußen sein Geschäft erledigen soll, können Unterlagen eine gute Übergangslösung sein.

    Was du wissen solltest

    Ein Welpe kann seine Blase noch nicht so kontrollieren wie ein erwachsener Hund. Missgeschicke am Anfang sind ganz normal und kein Zeichen von Ungehorsam.

    Typische Zeitpunkte, an denen ein Welpe muss:

    • nach dem Schlafen
    • nach dem Fressen oder Trinken
    • nach dem Spielen
    • morgens nach dem Aufwachen

    So baust du das Training auf

    1. Einen festen Platz wählen

    Lege die Unterlage an einen ruhigen, gut erreichbaren Ort. Verschiebe sie möglichst nicht – Konstanz hilft deinem Welpen, die Routine schneller zu verstehen.

    2. Den Bereich begrenzen

    In einer großen Wohnung fällt die Orientierung schwerer. Am Anfang hilft es, den Welpen auf einen Raum zu beschränken oder mehrere Unterlagen auszulegen.

    3. Zum richtigen Zeitpunkt hinführen

    Nach dem Schlafen, Fressen oder Spielen bringst du deinen Welpen zur Unterlage und wartest ein paar Minuten.

    4. Sofort belohnen

    Sobald dein Welpe die Unterlage benutzt, lobe ihn direkt und gib ein Leckerli.

    5. Regelmäßig wiederholen

    Je mehr erfolgreiche Wiederholungen, desto schneller entsteht die Gewohnheit.

    Wenn etwas daneben geht

    Schimpfe nicht und bestrafe deinen Welpen nicht im Nachhinein. Er wird das nicht mit seinem Verhalten verknüpfen und nicht verstehen, was falsch war.

    Was stattdessen hilft:

    • ruhig sauber machen
    • Gerüche mit einem geeigneten Reiniger entfernen
    • überlegen, was du verpasst hast
    • Routine und Beobachtung anpassen

    Praktische Tipps

    • Teppiche vorübergehend wegräumen
    • auf Signale achten: viele Welpen drehen sich im Kreis und schnüffeln, bevor sie sich lösen
    • ruhig und geduldig bleiben

    Wann du Ergebnisse erwarten kannst

    Manche Welpen lernen schnell, andere brauchen mehr Zeit. Das hängt von Alter, Alltag, Temperament und deiner Konsequenz ab. Fortschritte kommen meist nicht über Nacht, sondern Schritt für Schritt.

    Der beste Weg, deinem Welpen die Unterlage beizubringen, ist ein klarer Ablauf, ruhiges Training und konsequentes Belohnen. Geduld und Wiederholung wirken deutlich besser als Strafen.

  • Wie du die richtige Leine und das passende Geschirr für deinen Hund auswählst

    Wie du die richtige Leine und das passende Geschirr für deinen Hund auswählst

    Ein entspannter Spaziergang beginnt mit der richtigen Leine und dem passenden Geschirr. Sie bestimmen, wie bequem sich dein Hund fühlt, wie gut du ihn führen kannst und wie sicher ihr unterwegs seid. Ungeeignete Ausrüstung kann unangenehm sein, die Bewegung einschränken oder im falschen Moment versagen.

    Arten von Leinen

    Die passende Leine hängt von der Größe deines Hundes und der Art eurer Spaziergänge ab.

    1. Klassische Leine

    Eine einfache, zuverlässige Lösung für den Alltag. Für die meisten Hunde gut geeignet. In der Stadt ist eine Länge von etwa 1,2 bis 2 Metern meist ideal.

    Geeignet für: tägliche Spaziergänge, Training, Tierarztbesuche.

    2. Flexi- bzw. Rollleine

    Gibt dem Hund mehr Bewegungsfreiheit, bietet aber weniger Kontrolle und kann zu ruckartigen Bewegungen führen. Außerdem ist sie weniger langlebig, da der Mechanismus anfällig sein kann.

    Geeignet für: ruhige Hunde und sichere Umgebungen.

    3. Schleppleine

    In der Regel 3 bis 10 Meter lang. Gut geeignet für Training und Spaziergänge im Freien, wenn dein Hund mehr Bewegungsfreiheit haben soll, ohne frei zu laufen.

    Geeignet für: Training, Rückruftraining auf Distanz und Spaziergänge in offenen Bereichen, in denen der Hund mehr Freiheit braucht, ohne ganz ohne Leine zu sein.

    Materialien

    • Nylon — leicht, günstig, pflegeleicht
    • Leder — robust, langlebig, wird mit der Zeit weicher
    • Gurtband / Canvas — stabil, gut für größere Hunde
    • gummiert — rutschfester Griff, besonders bei Regen

    Was du vor dem Kauf prüfen solltest

    • der Karabiner lässt sich leicht öffnen und schließt sicher
    • die Nähte sind sauber und stabil
    • die Handschlaufe liegt gut in der Hand
    • das Gewicht der Leine passt zur Größe deines Hundes

    Halsband oder Geschirr?

    Eine pauschale Antwort gibt es nicht.

    Halsband und Leine sind die klassische Kombination und eignen sich gut für ruhige Hunde, die nicht ziehen und zuverlässig auf Kommandos reagieren.

    Zieht dein Hund stark, hustet bei Zug auf der Leine oder hat einen empfindlichen Hals, ist ein Geschirr meist die bessere Wahl, da es den Druck über den Körper verteilt.

    So wählst du ein Geschirr aus

    Ein Geschirr sollte gut sitzen, ohne zu drücken. Es darf die Bewegung nicht einschränken und nicht scheuern.

    Arten von Geschirren

    1. Y-Geschirr

    Die Gurte verlaufen über die Brust und zwischen den Vorderbeinen und lassen die Schultern frei. Dadurch wird der Hals nicht belastet und die natürliche Bewegung nicht eingeschränkt – ideal für aktive Spaziergänge.

    Worauf du achten solltest:

    • die richtige Einstellung ist wichtig, damit nichts unter den Achseln scheuert
    • ist das Geschirr zu locker, kann der Hund herausrutschen

    2. Geschirr in Westenform

    Eine weichere, breitere Variante, die oft für kleine Hunde gewählt wird. Das Material liegt flächiger am Körper an und verteilt den Druck gleichmäßiger.

    Worauf du achten solltest:

    • kann bei warmem Wetter stärker wärmen
    • darauf achten, dass es nicht scheuert oder feucht bleibt

    3. Anti-Zug-Geschirr

    Mit einer vorderen Befestigung an der Brust, die dabei hilft, das Ziehen zu reduzieren. So lässt sich der Hund sanft umlenken.

    Worauf du achten solltest:

    • ersetzt kein Training
    • kann verrutschen, wenn es nicht richtig sitzt
    • sollte die Bewegung der Vorderbeine nicht einschränken

    Die richtige Größe wählen

    Am besten misst du deinen Hund und vergleichst die Werte mit der Größentabelle der jeweiligen Marke.

    Was du messen solltest

    In der Regel brauchst du:

    • Brustumfang — die breiteste Stelle des Körpers, direkt hinter den Vorderbeinen
    • Halsumfang — an der Basis des Halses

    Zusätzlich können Rückenlänge und Gewicht hilfreich sein.

    Wie du weiter vorgehst

    Jede Marke hat ihre eigene Größentabelle. Du findest sie meist auf der Verpackung, in der Produktbeschreibung oder am Etikett.

    Größen werden oft als XS, S, M, L, XL oder in Zentimetern angegeben.

    Wichtig: Eine Größe M kann je nach Marke unterschiedlich ausfallen. Verlass dich nicht nur auf den Buchstaben.

    Liegt dein Hund zwischen zwei Größen, wähle in der Regel die größere, wenn das Modell verstellbar ist.

    Beispiel: Hat dein Hund einen Brustumfang von 52 cm und die Tabelle zeigt:

    • S — 40–50 cm
    • M — 50–60 cm

    Dann nimm M, wenn sich das Geschirr anpassen lässt.

    Sitz nach dem Kauf prüfen

    Wenn dein Hund das Geschirr trägt, achte darauf, dass es:

    • nicht locker sitzt
    • nicht einschneidet
    • nicht unter den Vorderbeinen scheuert
    • die Bewegung nicht einschränkt

    Als Orientierung: Zwischen Gurt und Körper sollten zwei Finger passen.

    Häufige Fehler

    • Kauf ohne vorheriges Messen
    • eine zu dünne Leine für große Hunde oder zu schwere Beschläge für kleine
    • ein Geschirr, das unter den Beinen scheuert
    • ein zu lockeres Modell, aus dem sich der Hund befreien kann

    Die richtige Ausrüstung ist die, in der sich dein Hund wohlfühlt und mit der du dich beim Spaziergang sicher und entspannt fühlst.

  • Hundekleidung: wie du die richtige auswählst

    Hundekleidung: wie du die richtige auswählst

    Hundekleidung ist nicht für jeden Hund und nicht bei jedem Wetter nötig. Für manche Hunde macht sie Spaziergänge deutlich angenehmer, für andere ist sie überflüssig. Entscheidend ist, dass sie zum Wetter passt und für den Hund bequem ist.

    Wann Kleidung wirklich sinnvoll ist

    Kleidung ist vor allem hilfreich für:

    • kleine Hunde
    • kurzhaarige Rassen
    • Hunde ohne Unterwolle
    • ältere Hunde
    • Welpen
    • Hunde nach dem Scheren
    • Regen, Schnee, starken Wind oder Kälte

    Zum Beispiel brauchen Rassen wie Chihuahua, Italienisches Windspiel, Chinesischer Schopfhund, Toy Terrier oder Zwergpinscher oft zusätzlichen Schutz.

    Wann du darauf verzichten kannst

    Viele Hunde mit dichtem Fell und kräftiger Unterwolle (zum Beispiel Huskys, Malamutes, Samojeden oder Neufundländer) kommen bei mildem Wetter gut ohne zusätzliche Kleidung aus. Trotzdem kann auch bei ihnen ein Regenmantel oder Schutz vor Schmutz sinnvoll sein.

    Wie du Hundekleidung auswählst

    1. Nach der Jahreszeit

    • verregneter Herbst — leichter Regenmantel oder wasserdichte Decke
    • Winter — warme Modelle mit Schutz vor Wind und Nässe
    • Frühling — leichtere Kleidung gegen Feuchtigkeit und Wind

    2. Nach der Passform

    Gute Kleidung:

    • scheuert nicht
    • schränkt die Bewegung nicht ein
    • verdreht sich nicht
    • drückt nicht an Hals, Brust oder Achseln
    • lässt den Hund problemlos sein Geschäft machen

    Wenn sich dein Hund steif bewegt, stehen bleibt oder ständig versucht, das Kleidungsstück auszuziehen, passt es nicht richtig.

    3. Nach dem Material

    Achte auf:

    • ein Außenmaterial, das zum Wetter passt
    • ein weiches Innenfutter
    • stabile Nähte
    • leicht zu bedienende Verschlüsse
    • gute Waschbarkeit

    Wie du Maß nimmst

    In der Regel brauchst du drei Werte:

    • Rückenlänge (vom Widerrist bis zum Rutenansatz)
    • Brustumfang (die breiteste Stelle)
    • Halsumfang

    Vergleiche die Maße immer mit der Größentabelle des Herstellers, da die Größen je nach Marke unterschiedlich ausfallen können.

    So gewöhnst du deinen Hund an Kleidung

    Wenn dein Hund noch nie Kleidung getragen hat, geh Schritt für Schritt vor:

    • lass ihn das Kleidungsstück zuerst beschnuppern
    • zieh es ihm kurz zu Hause an
    • lobe und belohne ihn
    • erhöhe die Tragezeit langsam

    Häufige Fehler

    • Größe nach Gefühl wählen statt zu messen
    • zu schwere oder steife Materialien auswählen
    • den Hund überhitzen
    • nasse Kleidung nach dem Spaziergang nicht wechseln

    Kleidung ist nur dann sinnvoll, wenn sie deinem Hund wirklich Komfort bietet und ihn vor dem Wetter schützt. Sitzt sie gut, schränkt sie die Bewegung nicht ein und passt zur Jahreszeit, erfüllt sie ihren Zweck.

  • Grundausstattung für die Hundepflege

    Grundausstattung für die Hundepflege

    Grundausstattung für die Hundepflege

    Die Pflege eines Hundes beschränkt sich nicht nur auf Futter und Spaziergänge. Für den täglichen Komfort ist es hilfreich, zu Hause ein grundlegendes Set für Hygiene und Fellpflege zu haben.

    Du musst nicht alles auf einmal kaufen oder direkt zur umfangreichsten Ausstattung greifen. Es ist sinnvoller, mit einem praktischen Basisset zu starten und bei Bedarf zu ergänzen.

    Liste für die Hundepflege

    1. Fellpflege

    Wichtig: unterschiedliche Felltypen brauchen unterschiedliche Werkzeuge.

    Für kurzhaarige Rassen(z. B. Labrador, Beagle, Mops, Dobermann):

    • Grooming-Handschuh
    • feinzinkiger Kamm
    • Bürste für kurzes Fell
    • Unterwollbürste / Deshedding-Tool (für einige Felltypen)

    Für mittelhaarige Rassen(z. B. Husky oder Corgi):

    • Grooming-Handschuh
    • Kamm mit unterschiedlich langen Zinken
    • Deshedding-Tool
    • Zupfbürste (Slicker)
    • Entfilzungstool (bei Bedarf)

    Für langhaarige Rassen(z. B. Shih Tzu, Collie, Malteser und andere) wird ein umfangreicheres Set benötigt:

    • Grooming-Handschuh
    • grobzinkiger Kamm
    • feinzinkiger Kamm
    • Deshedding-Tool
    • Zupfbürste
    • Entfilzungstool
    • Schere

    Bei rauhaarigen Rassen gibt es keine Unterwolle, daher werden Deshedding-Tools und Zupfbürsten nicht verwendet. Eine passende Bürste und ein Trimmkamm sind in der Regel ausreichend.

    2. Baden und Hygiene

    • Hundeshampoo
    • ein separates Handtuch
    • Tücher oder weiche Lappen zum Reinigen der Pfoten
    • bei Bedarf Conditioner für das Fell

    Shampoos für Menschen sind für Hundehaut nicht geeignet.

    3. Pfoten und Krallen

    • Krallenschere in passender Größe
    • Krallenfeile (optional)
    • Balsam oder Schutzmittel für die Ballen

    Häufige Fehler

    • Produkte zufällig auswählen, ohne die Größe des Hundes zu berücksichtigen
    • Produkte für Menschen statt für Hunde verwenden
    • billige, unpraktische Werkzeuge kaufen
    • zu viel kaufen statt mit dem Nötigsten zu beginnen
    • Verbrauchsmaterialien nicht rechtzeitig ersetzen

    Gute Pflege hängt nicht von der Menge der Produkte ab, sondern von der richtigen Auswahl. Ein einfaches, praktisches Set, das zu deinem Hund passt und regelmäßig genutzt wird, reicht völlig aus.