Ein Hundebett ist der Ort, an dem dein Hund schläft, sich ausruht und einen großen Teil des Tages verbringt. Sein Komfort wirkt sich direkt auf das tägliche Wohlbefinden aus. Deshalb lohnt es sich, bei der Auswahl auf Größe, Alter und sogar die bevorzugte Schlafposition zu achten.
Größe: lieber etwas mehr Platz
Das Bett sollte deinem Hund ermöglichen, sich in einer natürlichen Position auszustrecken, ohne eingeengt zu sein. Manche Hunde schlafen lang ausgestreckt, andere rollen sich zusammen und wechseln nachts öfter die Position.
So schätzt du die richtige Größe ein:
miss deinen Hund im Liegen von der Nase bis zum Rutenansatz
plane etwas extra Platz ein, damit er sich bewegen kann
beachte, dass hohe Ränder die nutzbare Fläche verkleinern
Ist das Bett zu klein, wird es oft gemieden oder nur teilweise genutzt.
Arten von Hundebetten
Matratze oder Kissen
Eine flache, offene Liegefläche ohne erhöhte Ränder.
Geeignet für: Hunde, die sich gerne ausstrecken, große Rassen, warme Innenräume.
Bett mit Rand
Rundum weiche, erhöhte Kanten.
Geeignet für: Hunde, die sich gerne einrollen und den Kopf ablegen.
Höhlenbett
Eine geschlossene Form, die Rückzug und Geborgenheit bietet.
Geeignet für: vorsichtige, kleine oder geräuschempfindliche Hunde.
Allerdings mögen nicht alle Hunde geschlossene Modelle.
Füllung
Eine gute Füllung behält ihre Form und verteilt das Gewicht gleichmäßig, statt zu verklumpen.
Gängige Materialien:
hochdichter Schaumstoff
Hohlfaser und andere synthetische Füllungen
Memory-Schaum
Für große, ältere Hunde oder Tiere mit Gelenkproblemen empfiehlt sich eine feste, gut stützende Basis.
Pflege
Ein Hundebett wird täglich genutzt, deshalb sollte es leicht zu pflegen sein.
Worauf du achten solltest:
abnehmbarer Bezug
maschinenwaschbar
strapazierfähiger Stoff
saubere Nähte ohne lose Fäden
rutschfeste Unterseite
Bei stark haarenden Hunden müssen helle Stoffe oft häufiger gereinigt werden. Wenn dein Hund gerne scharrt, sind besonders robuste Materialien sinnvoll.
Alter des Hundes
1. Welpe
Wähle am besten ein Modell, das sich leicht waschen lässt. Viele Welpen knabbern an Stoffen, daher ist anfangs eine einfache, günstige Variante sinnvoll.
2. Aktiver erwachsener Hund
Robuste, pflegeleichte Modelle sind hier die beste Wahl.
3. Älterer Hund
Achte auf einen niedrigen Einstieg, eine stabile Form und eine feste, stützende Liegefläche.
Hat dein Hund chronische Gelenk- oder Rückenprobleme oder erholt er sich von einer Verletzung, solltest du die Auswahl mit einem Tierarzt besprechen.
Wo du das Hundebett platzierst
Selbst das beste Bett wird nicht genutzt, wenn der Platz ungünstig ist. Wähle einen ruhigen Ort ohne Zugluft. Im Gegensatz zu Katzen bleiben viele Hunde lieber in der Nähe ihrer Menschen als allein in einem separaten Bereich.
Manchmal braucht es etwas Ausprobieren, bis du den passenden Platz findest.
Häufige Fehler
ein zu kleines Bett wählen
zu dünne Füllung, die schnell nachgibt
Stoffe, die schwer zu reinigen sind
zu hohe Betten für ältere Hunde
nur nach Optik auswählen
erwarten, dass der Hund es sofort annimmt
Ein gutes Hundebett vereint Komfort für deinen Hund und praktische Vorteile für dich: die richtige Größe, eine bequeme Liegefläche und einfache Pflege. Je besser es zu den Gewohnheiten deines Hundes passt, desto eher wird es zu seinem Lieblingsplatz.
Ein Kätzchen zieht ein – das ist aufregend und wunderschön. Mit der richtigen Vorbereitung wird der Start jedoch deutlich leichter. Eine sichere Umgebung und die wichtigsten Dinge von Anfang an helfen deinem neuen Mitbewohner, sich schneller einzugewöhnen, sich sicher zu fühlen und besser an den neuen Alltag anzupassen.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du dich auf ein Kätzchen vorbereitest, damit eure ersten gemeinsamen Tage ruhig, angenehm und stressfrei verlaufen.
Bereite dein Zuhause rechtzeitig vor
Für ein kleines Kätzchen können selbst alltägliche Dinge zur Gefahr werden. Je ruhiger und sicherer die Umgebung am Anfang ist, desto leichter fällt die Eingewöhnung.
Sorge für Sicherheit zu Hause
Verstecke Kabel und Leitungen, an denen das Kätzchen knabbern könnte.
Bewahre Reinigungsmittel, Medikamente und kleine Gegenstände außer Reichweite auf.
Prüfe deine Fenster. Sichere Fliegengitter oder Kippschutz sind wichtig.
Kontrolliere deine Zimmerpflanzen, denn manche sind für Katzen giftig.
Wenn es hohe Flächen gibt, begrenze den Zugang anfangs, damit das Kätzchen beim Spielen nicht hinaufklettert und stürzt.
Wenn kleine Kinder im Haushalt leben
Erkläre frühzeitig, dass ein Kätzchen kein Spielzeug ist, sondern ein Lebewesen, das ebenfalls Zeit braucht, um sich an sein neues Zuhause zu gewöhnen. Gerade die ersten Tage sind besonders wichtig für einen ruhigen Start.
Hilfreich sind ein paar einfache Regeln:
das Kätzchen nicht ohne einen Erwachsenen hochheben
es nicht wecken, wenn es schläft
nicht an Schwanz, Pfoten oder Ohren ziehen
nicht daneben schreien oder es erschrecken
immer die Möglichkeit geben, wegzugehen oder sich zu verstecken
nur mit geeignetem Spielzeug spielen, nicht mit den Händen
Eine ruhige erste Begegnung hilft Kindern und Kätzchen, echte Freunde zu werden.
Die ersten Tage entspannt gestalten
Richte eine ruhige Ecke ein, in der dein Kätzchen schlafen und sich zurückziehen kann. Am ersten Tag solltest du es nicht mit zu viel Aufmerksamkeit überfordern. Es braucht Zeit, um neue Gerüche kennenzulernen, die Umgebung zu beobachten und sich sicher zu fühlen.
Du musst nicht sofort alle Räume zeigen. Am Anfang reicht ein Bereich mit Schlafplatz, Wasser, Futter und Katzentoilette. So fällt die Umstellung auf das neue Zuhause und den Tagesablauf leichter.
Was du zuerst kaufen solltest
Diese Dinge solltest du am besten vor dem Einzug bereithaben:
1. Näpfe für Wasser und Futter
Du brauchst mindestens zwei Näpfe: einen für Wasser und einen für Futter. Wenn du Trocken- und Nassfutter geben möchtest, ist ein dritter Napf praktisch. Wähle standfeste Näpfe aus Keramik oder Edelstahl. Sie sind hygienisch, leicht zu reinigen und langlebig. Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein.
2. Katzentoilette und Streu
Wähle eine Katzentoilette, die zur Größe des Kätzchens passt. Es sollte leicht hineingehen und sich bequem darin drehen können. Für sehr junge Kätzchen eignen sich meist Modelle mit niedrigem Einstieg. Stelle die Toilette an einen ruhigen Ort ohne Lärm und Zugluft. Es gibt viele Streusorten, und die beste Lösung findet man oft erst durch Ausprobieren. Wenn dein Kätzchen bereits an ein bestimmtes Streu gewöhnt ist, solltest du es zunächst nicht wechseln.
3. Futter
Das passende Futter hängt von Alter, Rasse und den Empfehlungen deiner Tierärztin oder deines Tierarztes ab. Junge Kätzchen brauchen speziell abgestimmtes Futter für das Wachstum. Vermeide abrupte Futterwechsel. Wenn dein Kätzchen vorher etwas anderes bekommen hat, stelle das Futter über mehrere Tage langsam um.
4. Transportbox
Eine Transportbox ist nicht nur für Tierarztbesuche praktisch. Sie sorgt für Sicherheit unterwegs und kann zu Hause auch als gemütlicher Rückzugsort dienen. Wähle ein stabiles Modell mit guter Belüftung und sicherem Verschluss. Lass die Box regelmäßig offen stehen, damit dein Kätzchen sie als vertrauten und sicheren Ort kennenlernt.
5. Kratzbaum oder Kratzbrett
Eine Kratzmöglichkeit schützt Möbel und gibt deinem Kätzchen einen natürlichen Platz zum Krallenwetzen. Stelle sie in die Nähe des späteren Ruheplatzes. Besonders attraktiv sind Modelle mit Spielzeug oder etwas Katzenminze.
6. Spielzeug
Spielzeug ist wichtig für eine gesunde Entwicklung und mentale Auslastung. Gemeinsames Spielen stärkt außerdem das Vertrauen zwischen dir und deinem Kätzchen. Gut geeignet sind Bälle, Angelspielzeug und weiche, sichere Spielzeuge ohne kleine ablösbare Teile.
Was du für die Pflege brauchst
Ein paar Dinge sind für die regelmäßige Pflege und Gesundheit besonders hilfreich:
1. Grundausstattung für die Pflege
Praktisch sind zum Beispiel:
Bürste oder Kamm
Krallenschere
Tücher für Haustiere
Shampoo, falls nötig
Verwende keine Produkte für Menschen. Sie sind für die empfindliche Haut von Tieren nicht geeignet. Am Anfang reicht eine kleine Grundausstattung und eine sanfte Gewöhnung an die Pflege.
2. Schutz vor Parasiten
Auch Wohnungskatzen brauchen Schutz vor äußeren und inneren Parasiten. Spot-ons oder Tabletten sollten immer passend zu Alter und Gewicht ausgewählt werden, da ungeeignete Mittel gefährlich sein können.
3. Wann du zur Tierarztpraxis solltest
Ein Gesundheitscheck kurz nach dem Einzug ist sehr sinnvoll. Dabei kann der Gesundheitszustand überprüft werden, du erhältst Informationen zu Impfungen, Parasitenvorsorge sowie Tipps zu Fütterung und Pflege. Wenn dein Kätzchen keinen Appetit hat, apathisch wirkt oder Verdauungsprobleme bekommt, solltest du nicht warten und tierärztlichen Rat einholen.
Häufige Probleme in den ersten Wochen
Jedes Kätzchen gewöhnt sich in seinem eigenen Tempo ein. Kleine Startschwierigkeiten sind normal und lassen sich meist mit Geduld, Ruhe und festen Abläufen lösen.
1. Frisst nicht
Nach dem Umzug kann ein Kätzchen aus Stress das Futter verweigern. Gib ihm Zeit, halte die Umgebung ruhig und stelle frisches Wasser bereit. Wenn es länger als 24 Stunden nicht frisst oder weitere Symptome auftreten, solltest du eine Tierarztpraxis kontaktieren.
2. Versteckt sich
Das ist eine normale Reaktion auf eine neue Umgebung. Hole dein Kätzchen nicht mit Gewalt hervor. Es kommt von selbst, sobald es sich sicherer fühlt. Eine ruhige Stimme und eine vorhersehbare Umgebung helfen bei der Eingewöhnung.
3. Benutzt die Katzentoilette nicht
Die Ursache kann Stress, ein ungünstiger Standort oder eine ungeeignete Toilette sein. Halte den Bereich sauber und vermeide starke Gerüche in der Nähe. Auch Trainingshilfen können helfen.
4. Benutzt die Katzentoilette nicht
Ein Kätzchen kann beim Spielen, aus Unsicherheit oder zum Energieabbau beißen und kratzen. Lenke seine Aufmerksamkeit auf Spielzeug und vermeide Spiele mit den Händen. Mit Geduld und Konsequenz bessert sich dieses Verhalten meist mit der Zeit.
Ein Kätzchen gut zu versorgen ist nicht nur wichtig für seine Gesundheit, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, von Anfang an eine enge Bindung aufzubauen. Ein glückliches Kätzchen bedankt sich mit Schnurren und viel Zuneigung.
Die Katzentoilette gehört zur Grundausstattung in einem Katzenhaushalt. Damit sich gute Toilettengewohnheiten möglichst schnell entwickeln, sollte sie immer sauber sein und zur Größe der Katze passen. In diesem Artikel schauen wir uns die wichtigsten Arten von Katzentoiletten sowie ihre Vor- und Nachteile an.
Arten von Katzentoiletten
Manche Katzen mögen eine einfache offene Toilette, andere fühlen sich in einem geschützten, geschlossenen Bereich wohler. Die beste Lösung findet man oft durch Ausprobieren.
Wenn du von einer Toilette auf eine andere wechseln möchtest, geh am besten so vor:
Stelle die neue Toilette neben die alte. Entferne die alte nicht sofort.
Verwende bekanntes Streu. Am Anfang sollte Streuart und Füllhöhe gleich bleiben.
Nutze vertrauten Geruch. Gib etwas benutztes Streu aus der alten Toilette in die neue.
Hab Geduld. Manche Katzen brauchen nur einen Tag, andere deutlich länger.
Belohne Erfolge. Wenn die Katze die neue Toilette benutzt, lobe sie oder gib ein Leckerli.
Sobald die neue Toilette regelmäßig genutzt wird, kann die alte entfernt werden.
Klassische offene Katzentoilette
Die häufigste Variante: eine einfache Kunststoffschale mit niedrigen oder mittleren Rändern.
Vorteile:
günstig
leicht zu reinigen und auszuschaufeln
Nachteile:
Streu landet oft außerhalb der Toilette
Gerüche breiten sich leichter aus
der Inhalt ist sichtbar
Trotzdem ist sie meist die beste Wahl für Kätzchen und ältere Katzen.
Katzentoilette mit Gitter
Eine offene Toilette mit Kunststoffgitter über der Schale. Das Streu liegt darunter oder wird gar nicht verwendet.
Vorteile:
weniger Streu an den Pfoten
sparsamer Verbrauch von Streu
die Katze kann das Streu nicht fressen
Nachteile:
muss häufig gereinigt werden
Geruch entsteht schneller
manche Katzen wollen scharren
Eingewöhnung kann dauern
Geeignet für Halter, die mehrmals täglich reinigen möchten. Man sollte wissen, dass diese Variante für manche Katzen schwieriger anzunehmen ist.
Katzentoilette mit hohem Rand
Ideal für Katzen, die begeistert im Streu buddeln.
Vorteile:
deutlich weniger Schmutz rundherum
mehr Platz für große Katzen
Nachteile:
nicht ideal für Kätzchen und ältere Katzen, da ihnen das Hineingehen oft schwerer fällt
Eine sehr gute Wahl für aktive erwachsene Katzen.
Geschlossene Katzentoilette
Hausförmige Modelle mit Deckel und Einstieg vorne oder seitlich.
Vorteile:
weniger Geruch außerhalb
Streu bleibt besser innen
mehr Privatsphäre
Nachteile:
braucht mehr Platz
regelmäßige Reinigung nötig
nicht jede Katze mag geschlossene Räume
Gut geeignet für schüchterne Katzen und ordnungsliebende Haushalte.
Tipp: Die ideale Höhe einer Haubentoilette ist der Abstand von der Streuoberfläche bis zu den Ohrspitzen der sitzenden Katze plus 5 cm.
Selbstreinigende Katzentoilette
Ein automatisches Modell, das Hinterlassenschaften selbst entfernt.
Vorteile:
kaum Handarbeit
saubereres Streu und weniger Geruch
manche Modelle bieten Gesundheitsdaten per App
Nachteile:
teuer
benötigt Strom
kann manche Katzen erschrecken; schlechte Modelle können unsicher sein
Praktisch für Menschen mit wenig Zeit oder häufigen Reisen, aber nicht für jede Katze geeignet. Achte unbedingt auf zuverlässige Sicherheitssensoren.
Nützliches Zubehör
Liste von Dingen, die die tägliche Pflege der Katzentoilette erleichtern:
Streuschaufel. Die Öffnungen sollten sauberes Streu durchlassen, aber Klumpen zurückhalten.
Matte vor der Toilette. Sammelt Streu von den Pfoten und hält den Boden sauberer. Wenn deine Katze gern auf Dingen kaut, besser darauf verzichten.
Beutel für die Reinigung. Praktisch für die schnelle und saubere Entsorgung.
Vorratsbehälter für Streu. Ideal zur Aufbewahrung in der Nähe der Toilette und zum Schutz vor Feuchtigkeit.
Achte bei der Wahl nicht nur auf das Design. Die Toilette sollte zur Katze passen, bequem sein und an einem ruhigen Ort stehen. Wenn deine Katze sie meidet, liegt es meist nicht am Charakter, sondern daran, dass die gewählte Lösung nicht passt.
Gerade eben lag deine Katze noch friedlich auf dem Sofa. Und plötzlich: ein Blitzstart, eine scharfe Kurve, ein Sprung durch den Flur und ein Sprint quer durch die Wohnung. Das sind die sogenannten Zoomies – ein plötzlicher Energieschub, den fast alle Katzenhalter kennen.
Das wirkt vielleicht seltsam, sieht lustig aus und kann manchmal nerven, ist aber in den meisten Fällen völlig normales Katzenverhalten.
Warum Katzen plötzlich lossprinten
1. Aufgestaute Energie
Katzen schlafen viel, aber sie brauchen trotzdem Bewegung. Nach einer langen Ruhephase muss überschüssige Energie manchmal einfach raus.
2. Jagdinstinkt
Auch wenn es zu Hause nur Hausschuhe und eine Decke gibt: Die Instinkte bleiben. Lauern, losspringen und verfolgen gehört zur Natur deiner kleinen Jägerin oder deines kleinen Jägers.
3. Biorhythmus
Viele Katzen sind morgens früh und abends besonders aktiv. Deshalb gehören nächtliche Rennrunden für viele zum Alltag.
4. Nach dem Toilettengang
Manche Katzen legen nach dem Klogang einen Sprint hin. Dazu gibt es verschiedene Theorien. Eine besagt, dass das Gefühl der Erleichterung bestimmte Nerven stimulieren könnte.
Was du tun kannst
Meist besteht kein Grund zur Sorge, wenn deine Katze:
mit Freude und nicht aus Angst rennt
danach entspannt ruht
gut frisst
spielt
sich frei und ohne Schmerzen bewegt
So kannst du die Energie etwas umlenken:
1. Spiele mit deiner Katze
10–15 Minuten aktives Spielen tagsüber und am Abend können die nächtliche Aktivität reduzieren.
2. Sorge für Abwechslung
Tunnel, Kratzbäume, Kletterflächen und Spielmäuse helfen dabei, Energie auch zu anderen Zeiten loszuwerden.
3. Nicht schimpfen
Deine Katze handelt nicht aus Trotz. Das ist normales Verhalten.
4. Tagesablauf anpassen
Oft hilft es, abends zu spielen und danach zu füttern. Das entspricht dem natürlichen Ablauf: jagen, fressen, ruhen.
Wann du aufmerksam werden solltest
Wenn zusätzlich Angst, Aggression, schmerzhaftes Miauen, Juckreiz, Lahmheit oder andere auffällige Symptome auftreten, solltest du das mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprechen.
Nächtliche Rennrunden sind weder eine Macke noch ein schlechter Charakterzug. Deine Katze folgt einfach ihren Instinkten und probt die Rolle eines großen Raubtiers. Ja, manchmal laut und mit fliegenden Gegenständen – aber eben ganz katzentypisch!
Zur guten Katzenhaltung gehören mehr als nur Katzentoilette, Näpfe und Spielzeug. Es gibt einige praktische Basics, die Gesundheit, Wohlbefinden und den Alltag deiner Katze spürbar verbessern können. Hier sind fünf Dinge, die in keinem Katzenhaushalt fehlen sollten.
1. Bürste oder Fellkamm
Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare, reduziert Verfilzungen und sorgt dafür, dass deutlich weniger Fell in der Wohnung landet. Entgegen einem verbreiteten Mythos brauchen nicht nur Langhaarkatzen Fellpflege – jede Katze mit Fell profitiert davon.
Außerdem kann das Bürsten zu einem schönen Ritual werden, das Vertrauen zwischen dir und deiner Katze stärkt.
2. Krallenschere
Wenn sich die Krallen nicht von selbst ausreichend abnutzen, sollten sie gelegentlich gekürzt werden. Am besten eignet sich dafür eine spezielle Krallenschere für Haustiere, da sie sicherer und handlicher ist als normale Scheren.
Wichtig: Kürze nur die transparente Spitze der Kralle und vermeide den empfindlichen inneren Bereich. Wenn deine Katze nervös wird, kannst du die Pflege auf mehrere kurze Einheiten aufteilen.
3. Schutz vor Parasiten
Auch Wohnungskatzen brauchen Schutz vor Flöhen, Zecken und inneren Parasiten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel Spot-ons, Tabletten oder Pasten. Das passende Mittel sollte immer nach Alter und Gewicht der Katze ausgewählt werden.
4. Tücher, weiche Pads und Wattestäbchen
Praktische Helfer für kleine Pflegeschritte im Alltag: Augen reinigen, Schmutz aus dem Fell entfernen oder Kinn und Pfoten vorsichtig säubern.
5. Zahnbürste und Zahnpasta für Katzen
Die Zahnpflege wird oft unterschätzt – zu Unrecht. Regelmäßige Pflege hilft, das Risiko für Zahnbelag, Zahnerkrankungen und Zahnfleischprobleme zu verringern. Für Katzen sollten nur speziell dafür entwickelte Bürsten und Zahnpasten verwendet werden.
Als sinnvolle Ergänzung gehört auch eine kleine Hausapotheke für Notfälle dazu – plus die Kontaktdaten einer vertrauenswürdigen Tierarztpraxis.
Du hast ein Kätzchen draußen gefunden und möchtest es mit nach Hause nehmen? Die ersten Stunden können schnell überfordernd wirken. Wie bringst du das Kleine sicher nach Hause, was soll es fressen, wo soll es unterkommen und was ist als Nächstes zu tun? Hier findest du einen klaren Leitfaden für die ersten gemeinsamen Tage.
Prüfe zuerst, ob das Kätzchen wirklich Hilfe braucht
Ein Kätzchen allein bedeutet nicht automatisch, dass es ausgesetzt wurde. Die Mutterkatze kann sich noch in der Nähe befinden. Wichtig zu wissen: Sehr junge Kätzchen, die ihre Augen noch nicht geöffnet haben, brauchen eine säugende Katze oder müssen mit spezieller Aufzuchtmilch nach einem festen Zeitplan gefüttert werden. Das ist ein eigenes Thema. Dieser Artikel richtet sich an Kätzchen, die bereits selbstständig fressen können – meist ab etwa drei Wochen, besser ab vier Wochen.
Wenn das Kätzchen an einer Straße sitzt, schwach wirkt, schmutzig ist, stark abgemagert aussieht oder offenbar schon länger allein unterwegs ist, solltest du möglichst schnell helfen.
Bring das Kätzchen sicher nach Hause
Nutze eine Transportbox, einen Karton mit Luftlöchern oder einen Behälter mit einer weichen Decke oder einem Handtuch. Wichtig ist, dass das Kätzchen nicht herausspringen kann und sich während des Transports geschützt fühlt.
Trage es draußen oder im Auto nicht einfach auf dem Arm. Wenn möglich, nutze zunächst ein Handtuch, eine Decke, Handschuhe oder eine Transportbox und vermeide unnötigen direkten Kontakt bis zur ersten tierärztlichen Untersuchung.
Die ersten Schritte zu Hause
1. Ein ruhiger eigener Bereich
Richte einen kleinen, ruhigen Bereich ein: ein separates Zimmer, eine stille Ecke oder einen großen Käfig beziehungsweise Laufstall. In den ersten Tagen fällt die Eingewöhnung in einem geschützten, begrenzten Bereich oft leichter als sofort in der ganzen Wohnung.
2. Wärme und Ruhe
Auch ein etwas älteres Kätzchen kann nach dem Leben draußen verängstigt und durchgefroren sein. Gib ihm die Möglichkeit, sich zu verstecken, warm zu werden und erst einmal zur Ruhe zu kommen.
3. Wasser und Futter
Stelle frisches Wasser bereit und biete altersgerechtes Kittenfutter an. Starte mit kleinen Portionen. Aus Mitleid sollte man nicht sofort zu viel füttern.
4. Katzentoilette
Stelle eine gut erreichbare Katzentoilette mit Streu in die Nähe des Ruheplatzes, aber nicht direkt neben Futter- und Wassernäpfen.
Schau dir gern auch unseren Ratgeber Ein Kätzchen zu Hause: Was du brauchst und wie du dich vorbereitest an. Dort findest du wichtige Anschaffungen und praktische Tipps für einen entspannten Start.
Was in den nächsten Tagen wichtig ist
1. Termin in der Tierarztpraxis vereinbaren
Ein Gesundheitscheck sollte zu den ersten Prioritäten gehören. Dabei werden Allgemeinzustand, Augen, Haut, Bauch, mögliche Parasiten, das ungefähre Alter und der Gesundheitsstatus überprüft.
2. Parasiten behandeln
Geeignete Mittel sollten immer passend zu Alter und Gewicht des Kätzchens ausgewählt werden.
3. Impfungen planen
Die Tierärztin oder der Tierarzt erklärt dir, wann der richtige Zeitpunkt für die ersten Impfungen ist.
Andere Tiere zunächst trennen
Wenn bereits eine Katze oder ein Hund bei dir lebt, solltest du sie nicht sofort zusammenführen. Halte das neue Kätzchen in den ersten zwei Wochen in einem separaten Raum.
So hilfst du bei der Eingewöhnung
halte die Umgebung ruhig
dränge keinen Kontakt auf
gib Zeit zum Ankommen
spiele sanft und nur kurz
sorge für einen ruhigen Tagesablauf
sprich mit leiser Stimme
Manche Kätzchen kommen sofort auf den Arm. Andere brauchen ein paar Tage.
Das solltest du zuerst besorgen
Näpfe für Wasser und Futter
Kittenfutter
Katzentoilette und Streu
Bettchen oder Decke
Spielzeug
Transportbox
Wenn du dich entschieden hast, ein gefundenes Kätzchen aufzunehmen, zählen in den ersten Tagen vor allem Sicherheit, Ruhe, grundlegende Versorgung und ein Besuch in der Tierarztpraxis. Mach dir keine Sorgen, wenn nicht sofort alles perfekt läuft. Für so ein kleines Tier können schon einfache Fürsorge, Sicherheit und ein ruhiges Zuhause das Leben zum Besseren verändern.
Spaziergänge sind nicht für jede Katze geeignet. Für manche Tiere können sie aber eine schöne Möglichkeit sein, sich zu bewegen, Neues zu entdecken und frische Eindrücke zu sammeln. Wichtig ist, die Katze nicht spontan nach draußen zu tragen.
Brauchen alle Katzen Spaziergänge?
Nein. Viele Wohnungskatzen sind vollkommen zufrieden, wenn sie zu Hause spielen können, Kratzmöglichkeiten haben, klettern dürfen und genug Aufmerksamkeit bekommen. Spaziergänge sind kein Muss, sondern nur eine zusätzliche Option.
Am besten passen sie zu neugierigen und selbstsicheren Katzen.
Nicht empfohlen sind Spaziergänge für:
Kätzchen unter sechs Monaten
ungeimpfte Katzen
Katzen nach einer Krankheit oder Operation
sehr ängstliche Katzen
ältere Katzen, die sich draußen eindeutig unwohl fühlen
Warum Freigang ohne Aufsicht riskant ist
Wir raten klar davon ab, eine Wohnungskatze unbeaufsichtigt allein nach draußen zu lassen. Freigang birgt viele Risiken: Verletzungen, Vergiftungen, Kämpfe mit anderen Tieren, Infektionen, Verkehrsunfälle oder das Verlieren der Katze. Selbst ein ruhiger Innenhof bietet keine vollständige Sicherheit.
Wenn deine Katze Interesse an draußen zeigt, ist ein begleiteter Spaziergang mit Geschirr die sichere Alternative.
Was vor dem ersten Ausflug wichtig ist
1. Impfungen und Parasitenschutz
Bevor es nach draußen geht, sollten alle wichtigen Impfungen aktuell sein. Auch regelmäßiger Schutz vor Flöhen, Zecken und anderen Parasiten ist wichtig.
Selbst ein kurzer Ausflug bedeutet Kontakt mit der Außenwelt – deshalb ist Vorsorge entscheidend.
2. Das passende Geschirr wählen
Für Spaziergänge solltest du ein Geschirr statt eines Halsbands verwenden. Ein Geschirr verteilt den Druck besser und verringert das Verletzungsrisiko.
Es sollte sicher sitzen, ohne einzuengen.
3. Erst zu Hause üben
Lass deine Katze das Geschirr zuerst drinnen kennenlernen. Sie sollte daran schnuppern, es anschauen und es zunächst nur wenige Minuten tragen.
Wenn sie entspannt bleibt, kannst du nach und nach die Leine dazunehmen.
Ruhige Orte wählen
Geeignet sind ruhige Bereiche ohne Hunde, Autos und Menschenmengen. Ein stiller Hof, ein geschützter Bereich oder ein ruhiger Park mit Bäumen sind gute Optionen.
Wann du lieber nicht rausgehst
Verschiebe den Spaziergang in diesen Fällen:
schlechtes Wetter: Kälte, Hitze, Regen oder starker Wind
laute Zeiten oder volle Orte
wenn deine Katze nervös ist oder sich nicht wohlfühlt
Kälte kann besonders für kurzhaarige Katzen, Kätzchen und Tiere ohne dichte Unterwolle problematisch sein.
Wie ein Spaziergang mit Katze aussieht
Eine Katze spaziert nicht wie ein Hund neben dir her. Sie bestimmt ihr eigenes Tempo, bleibt stehen, schnuppert, beobachtet und entscheidet selbst, wohin es als Nächstes geht.
Deine Aufgabe ist es, sie zu begleiten und auf ihre Sicherheit zu achten.
Je nach Stimmung kann ein Spaziergang fünf Minuten dauern oder dreißig. Beides ist völlig normal.
Wichtige Punkte
ziehe nicht an der Leine, um die Richtung zu bestimmen
gehe nicht auf fremde Tiere zu
nimm das Geschirr draußen nicht ab
achte aufmerksam auf Stimmung und körperlichen Zustand deiner Katze
Wann es besser ist zu warten
Mach lieber eine Pause mit Spaziergängen, wenn deine Katze große Angst hat, sich versteckt, lange gestresst bleibt oder sich nach jedem Ausflug nur schwer erholt. In diesem Fall ist das Zuhause eindeutig die bessere Umgebung.
Mit einer Katze nach draußen zu gehen ist möglich – aber nur, wenn sie es wirklich mag. Der beste Spaziergang ist der, nach dem deine Katze ruhig, entspannt und zufrieden bleibt.
Ein Welpe bringt viel Freude, verändert aber auch den Alltag komplett. In den ersten Wochen geht es vor allem um Fütterung, Schlaf, Stubenreinheit und die allgemeine Eingewöhnung. Je besser du alles im Voraus vorbereitest, desto entspannter wird es für den Welpen und für dich.
Am Anfang geht es darum, eine sichere Umgebung zu schaffen, die wichtigsten Dinge bereitzuhalten und zu wissen, was in den ersten Tagen auf euch zukommt.
Was du vor der Ankunft vorbereiten solltest
1. Einen sicheren Bereich einrichten
Dein Welpe braucht einen Platz, an dem er zur Ruhe kommen kann und sich geschützt fühlt, ohne völlig abgeschirmt zu sein. Geeignet sind zum Beispiel die Küche, ein Teil eines Zimmers, ein Welpenauslauf oder ein abgetrennter Bereich.
Warum das wichtig ist:
geringeres Risiko, dass etwas angeknabbert wird
erleichtert das Stubenreinheitstraining
hilft, eine Routine aufzubauen
verhindert Überforderung durch zu viel Raum
2. Gefährliche Dinge wegräumen
Welpen erkunden ihre Umgebung mit dem Maul. Entferne alles, was gefährlich sein könnte:
Kabel, Ladegeräte, Verlängerungen
Reinigungsmittel
Medikamente
Mülleimer
kleine Gegenstände
Schuhe
Kinderspielzeug
giftige Pflanzen (z. B. Dieffenbachia, Lilie, Aloe Vera, Efeu, Alpenveilchen)
Plastiktüten, Fäden, Gummibänder
3. Stubenreinheit vorbereiten
Überlege vorab, wo dein Welpe sich lösen soll: auf Unterlagen in der Wohnung oder draußen, wenn das altersbedingt schon möglich ist.
Besorge dafür:
Welpenunterlagen
Geruchsentferner
Tücher und Küchenpapier
Grundausstattung: was du vorher kaufen solltest
1. Futter und Wasser
mindestens zwei standfeste Näpfe
das Futter, das der Welpe bereits kennt
Messbecher oder Küchenwaage
Behälter zur Aufbewahrung des Futters
Tipp: Ändere die Ernährung am Anfang nur, wenn es wirklich nötig ist.
2. Schlaf und Ruhe
ein Hundebett oder eine Matte
eine Decke
Tipp: Wähle ein Bett, das sich leicht waschen lässt.
Du kannst auch unseren Artikel Wie du das richtige Hundebett auswählst lesen.
3. Spaziergänge und Training
Halsband oder Geschirr in passender Größe
eine leichte Leine
eine Hundemarke
Leckerlis zur Belohnung
Kotbeutel für unterwegs
4. Zuhause und Sicherheit
Welpenauslauf oder Absperrung
einige sichere Spielzeuge
Kauspielzeug
Geruchsentferner
Bürste passend zum Felltyp
5. Gesundheit
Kontaktdaten einer Tierarztpraxis in deiner Nähe
Transportbox
Mappe für Unterlagen, Impfungen und Empfehlungen
Die ersten Tage zu Hause
Am ersten Tag braucht dein Welpe vor allem Ruhe.
Am besten:
Besuche einschränken
Wasser, Schlafplatz und Toilettenbereich zeigen
ihn alles in seinem Tempo erkunden lassen
ruhig sprechen
keinen Kontakt oder Spiel erzwingen
mehr beobachten als eingreifen
Die beste Vorbereitung bedeutet nicht, möglichst viel zu kaufen, sondern das Zuhause gut zu organisieren. Wenn alles sicher ist, die wichtigsten Dinge bereitstehen und sich eine klare Routine entwickelt, fällt die Eingewöhnung deutlich leichter.